1. NRW
  2. Städte
  3. Mettmann
  4. Lokalsport

Fußball: VfB 03 kann erst den Ersatzkeeper bezwingen

Fußball : VfB 03 kann erst den Ersatzkeeper bezwingen

Als der Nievenheimer Torhüter Kelvin Sanchez del Villar verletzt vom Platz muss, kommen die Hildener Angreifer besser zum Zug.

VfB Hilden - VdS Nievenheim 4:1 (0:1). Für die Fans des VfB 03 hielt die Oberliga-Partie ein Wechselbad der Gefühle bereit. Elf starke Minuten in der zweiten Halbzeit brachten den Hildenern letztlich den Sieg über Aufsteiger Nievenheim. Die Analyse von Toni Molina fiel deshalb überaus kritisch aus. "Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, aber nicht mit der Art und Weise, wie es zustandegekommen ist. Wir haben viel zu viel zugelassen und die entscheidenden Zweikämpfe verloren", erklärte der VfB-Trainer. Und er kündigte an: "Das zeigt, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben."

Die erste gefährliche Szene beschworen Florian Marx und Marcel Bastians vor dem eigenen Strafraum hervor - nur mit Mühe konnte Torhüter Asterios Karagiannis den Ball gegen VdS-Stürmer Salvatore Franciamore behaupten (6.). Immerhin erspielten sich die Platzherren danach etliche gute Chancen, allein die Verwertung ließ mal wieder zu wünschen übrig. Nach einem langen Pass scheiterte Pascal Weber freistehend am Nievenheimer Keeper (12.). Nur drei Minuten später köpfte Emrah Cavdar eine Hereingabe von Pascal Weber am linken Pfosten vorbei. Und dann vergaben die VfB-Kicker die beste Möglichkeit zur Führung, als Sanchez del Villar erst einen Schuss von Stefan Schaumburg abwehrte und der nachsetzende Cavdar unbedrängt den Ball am rechten Pfosten vorbeischob (24.). Zehn Minuten später klärte del Villar einen weiteren Versuch von Schaumburg.

  • Lokalsport : Landesliga: Beim VdS Nievenheim herrscht Tristesse
  • Fußball : Der VfB Hilden verschafft sich etwas Luft
  • Lokalsport : Jugendfußball: SVG Weißenberg feiert Sieg gegen Hilden

Während die Hildener ihre Chancen nicht nutzten, markierten die Nievenheimer aus dem Nichts die 1:0-Führung (39.). Nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld tauchte Samir Saysay allein vor Karagiannis auf, scheiterte allerdings am Torhüter. Im Nachsetzen drückte Alexander Hauptmann das Leder jedoch über die Linie, weil die VfBAbwehr in dieser Situation nicht schnell genug reagierte. "Dieser Treffer war ein Schock für uns", bekannte Molina. Und der Trainer fand: "Wir haben auch in der zweiten Halbzeit schlecht gespielt - allerdings mit dem feinen Unterschied, dass wir dann die Tore gemacht haben."

Nach der Pause brachte Molina mit Jannik Weber für Emrah Cavdar einen frischen Angreifer - und bewies mit dem Wechsel ein glückliches Händchen. Patrick Percoco passte von der linken Seite in den Strafraum und Jannik Weber punktete mit seiner körperlichen Präsenz: Sanchez Villar konnte den VfB-Stürmer nur mit einem Foul stoppen (55.). Bei dieser Aktion zog sich der Gäste-Keeper eine blutende Wunde im Gesicht zu und musste vom Feld.

Mit Gewalt wollte Schaumburg den Elfmeter gegen den kalten Ersatzkeeper Fabian Ritterbach verwandeln (59.). Der Ball flog jedoch weit übers Tor - entsetzt schlug der Schütze die Hände vors Gesicht. Doch wenig später machte der 25Jährige sein Missgeschick wieder wett, als er einen Freistoß von der linken Seite mit Hilfe des rechten Innenpfostens zum 1:1 (65.) ins Tor zirkelte. Drei Minuten danach lieferte Jannik Weber ebenfalls Maßarbeit, als er den Ball von der Strafraumgrenze zum 2:1 im Netz unterbrachte. Und keine 60 Sekunden später verwertete der 22-Jährige einen weiten Abschlag von Karagiannis zum 3:1. Danach blieb die Nievenheimer Gegenwehr gering. Negativer Höhepunkt in der Schlussphase war die rote Karte für Pascal David Tonou wegen Nachtretens (83.). Den erfreulichen Schlusspunkt setzte hingegen Patrick Percoco, der in der Nachspielzeit mit einem Schlenzer von der linken Seite auf 4:1 erhöhte.

(RP)