VfB 03 Hilden zwingt den SC Velbert in die Knie

Fußball : VfB 03 holt in Unterzahl noch einen Sieg

Die Oberliga-Partie gegen den SC Velbert verläuft ohne große offensive Höhepunkte. Gleichwohl ist es spätestens nach der Ampelkarte für Talha Demir ein emotionales Duell. Das Tor des Tages erzielt kurz vor dem Ende Zissis Alexandris.

Durch den knappen 1:0-Erfolg über den SC Velbert machten die Fußballer des VfB 03 in der Oberliga wichtigen Boden gut und kletterten erstmals in dieser Saison in der Tabelle auf Rang zehn. Eine Platzierung, die jedoch trügerisch ist, denn der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt lediglich sechs Punkte. Gleichwohl war Marc Bach an diesem Sonntag zufrieden. „Wir konnten unsere Serie auf zehn Punkte in vier Spielen ausbauen“, konstatierte der Hildener Trainer nach einer Begegnung, die über weite Strecken Oberliga-Niveau vermissen ließ. Doch Bach betonte mit Blick auf den Spielverlauf: „In Summe war unser Sieg verdient.“

Zugleich gab es aber wieder einmal einen Wermutstropfen, denn nach 60 Minuten sah Talha Demir nach härterem Einsteigen gegen den Velberter Marc Flotho die gelb-rote Karte. Ein Platzverweis, der den VfB-Trainer auf die Palme brachte. „Die erste gelbe Karte ist aus meiner Sicht eine Frechheit, die zweite kann man geben, aber in Summe ist das keine rote Karte“, sagte Bach, der auch schon während der Partie keinen Hehl aus seinem Unmut über Schiedsrichter Dustin Sperling machte – wie viele der VfB-Anhänger im Übrigen auch. Ob das der eigenen Mannschaft wirklich weiter half, ist fraglich.

Auf der anderen Seite haderte Ralf vom Dorp mit den vielen Ausfällen in den Velberter Reihen. „Da stand eine komplette Oberliga-Elf draußen“, verdeutlichte er die personelle Lage der Gäste. Mit A-Jugendlichen und Fußballern aus der zweiten Mannschft setzte der Coach des Aufsteigers auf eine defensive Taktik, die in der Schlussphase fast aufging. Letztlich aber setzten die Hildener mit einem Konter den entscheidenden Nadelstich. Von der rechten Seite gab Patrick Percoco das Leder zum eingewechselten Zissis Alexandris, der den Ball zum umjubelten 1:0-Siegtreffer über die Linie schob – sieben Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit.

Zuvor waren rassige Strafraumszenen Mangelware. Die Hildener kamen vornehmlich über Standardsituationen zum Zug, doch Talha Demir fand bei seinen Freistößen diesmal nicht das richtige Maß. Nach Vorarbeit von Percoco wehrte SC-Schlussmann Peter-Richard Garweg den Kopfball von Pascal Weber zur Ecke ab (30.). Dann unterbrach Leon Fritsch mit kompromissloser Abwehrarbeit den nächsten Versuch des Stürmers (35.). Es war wohl auch etwas Frust dabei, als Weber eine Minute später im Zweikampf gegen Aaron Langen „den Fuß drauf hielt“ und dafür zu Recht die gelbe Karte sah. Kurz danach versuchte es Demir mit einem Distanzschuss, der aber am rechten Pfosten vorbei strich (38.). Und dann handelte sich der Zehner kurz vor der Pause im Duell gegen Lars Hilger die erste gelbe Karte ein (43.). Die letzte Aktion in der ersten Halbzeit gehörte Fabio di Gaetano, der mit einem strammen Schuss von der linken Seite Keeper Garweg zur Faustabwehr zwang (45.).

Gleich nach dem Wiederanpfiff hatte di Gaetano die nächste Hildener Chance auf dem Fuß, als der Ball aus dem Gewühl im Velberter Strafraum zu ihm kam, doch der Mittelfeldmann jagte das Leder aus sechs Metern über die Latte (48.). Im dritten Versuch scheiterte di Gaetano ein weiteres Mal am Torhüter. Die beste Möglichkeit der Gäste verzeichnete Ferhat Mumcu, der den Ball mit der Picke Richtung VfB-Kasten beförderte – Torhüter Marvin Oberhoff lenkte das Leder mit Mühe über die Latte (62.). Viel mehr gab’s nicht zu sehen.

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