VfB 03 Hilden wartet weiter auf den ersten Heimsieg

Fußball : VfB 03 Hilden wartet weiter auf den ersten Heimsieg

In der Oberliga-Partie gegen den TVD Velbert liegen die Hildener Fußballer eine Viertelstunde vor dem Ende durch einen Sonntagsschuss von Talha Demir in Führung. Doch im letzten Angriff schlägt der Aufsteiger zurück.

Die rund 150 Zuschauer auf der Anlage an der Hoffeldstraße kamen auf ihre Kosten. Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Oberliga-Partie, in der die Fußballer des VfB 03 gut zehn Minuten vor dem Ende durch einen Treffer von Talha Demir bereits auf der Siegerstraße schienen. Doch der TVD Velbert schlug noch einmal zurück. Ein letzter Konter führte zum 1:1 durch Maik Bleckmann – danach pfiff Schiedsrichter Sebastian Lattberg die Begegnung ab.

„Wenn man mit der letzten Aktion den Ausgleich kassiert, fühlt sich das wie eine Niederlage an“, gestand Marc Bach. Doch dann betonte der Hildener Trainer: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht hat. Wir wollten den Gegner durch frühes Pressing nicht ins Spiel kommen lassen und die Mannschaft hat das sehr gut umgesetzt.“ Weil die Gäste jedoch diese starke Anfangsphase des VfB 03 schadlos überstanden, reichte es am Ende nur zur Punkteteilung. Aus Sicht der Velberter eine verdiente, wie Trainer Hüzeyfe Dogan anmerkte: „Meiner Mannschaft war klar, dass Spiele in Hilden immer hart umkämpft sind. Es war wichtig, dass wir in den ersten 15 Minuten kein Tor kassiert haben. In der zweiten Halbzeit hat uns im Strafraum einige Male die Kaltschnäuzigkeit gefehlt.“

Von Beginn an war das Tempo hoch. Nach den ersten beiden Chancen der Gäste klärte TVD-Schlussmann Goro Furuya zwei Eckbälle von Talha Demir mit Mühe (5.). Drei Minuten später zirkelte Ogün Serdar einen Freistoß um die Velberter Mauer herum an den linken Außenpfosten. Nur 60 Sekunden danach sah Maximilian Eisenbach nach Foul an Stefan Schaumburg die erste gelbe Karte der Begegnung. Der anschließende Demir-Freistoß verpuffte. Dann lenkte Keeper Furuya den 20-Meter-Schuss von Erwin Mambasa über die Latte und ein Freistoß von Ogün ging rechts am Kasten vorbei. In der ersten Viertelstunde machten die Hildener mächtig Dampf, allein der Ertrag blieb aus. Und so fanden in der Folge auch die Velberter immer besser in die Partie. Alexander Fagasinki gab einen Freistoß ins Zentrum des Hildener Strafraums, doch der Ball war etwas zu hoch für Björn Kluft.

Der 29-jährige Kluft, der von Regionalliga-Absteiger SV Straelen nach Velbert wechselte, setzte im weiteren Verlauf immer wieder spielerische Akzente, doch oftmals haperte es der Velberter Offensive am Abschluss. So wirkte Weber zu überrascht, als VfB-Keeper Oberhoff den Ball nach einem Schuss von Eisenbach nur abklatschen ließ (35.). Der Ex-Hildener fand den Weg von den Sportfreunden Baumberg zum Aufsteiger TVD. „Schade, dass wir nicht gewonnen haben. Wir hatten die besseren Chancen, haben sie aber nicht gut ausgespielt“, analysierte der 27-Jährige, der nach einer Sprungelenksverletzung noch nicht bei hundert Prozent ist.

In der zweiten Halbzeit verstärkten die Velberter den Druck. Nach Vorarbeit von Jeffrey Tumanan hatte der Ex-Ratinger Fatih Özbayrak freie Bahn, jagte den Ball aber am Gehäuse vorbei. Dann verfehlte Kluft den VfB-Kasten (68.). Das Geschehen wogte hin und her, als Talha Demir plötzlich etwas Raum hatte und sich ein Herz fasste – sein 20-Meter-Knaller schlug links unten zur 1:0-Führung (78.) der Hildener ein. In der Schlussphase wechselte Marc Bach mit Oliver Krizanovic und Timo Kunzl noch zwei frische Kräfte ein, um den Sieg über die Runden zu bringen. Das Unterfangen misslang, denn in der dritten Minute der Nachspielzeit kam ein langer Pass zu Maik Bleckmann, der ganz frei vor Marvin Oberhoff auftauchte und den Hildener Torhüter mit einem feinen Lupfer zum 1:1 überwand. Für den 31-jährigen Defensivmann eine besondere Genugtuung, denn gerade ihn hatten die Hildener mit ihrem frühen Pressing in der ersten Halbzeit oftmals in die Bredouille gebracht. „Es freut mich für Maik, dass er am Ende noch getroffen hat“, sagte Jannik Weber lächelnd.

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