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VfB 03 Hilden verkauft sich gut beim Regionalligisten Bonner SC

Fußball : VfB 03 Hilden verkauft sich gut beim Bonner SC

Der überraschende Test beim Regionalligisten endet für die Hildener Fußballer mit einer Niederlage, bringt aber erste Erkenntnisse in der Vorbereitung. Am 18. Februar steht für das Schneider-Team das erste Oberliga-Duell in 2022 an.

Die Einladung zum Testspiel beim Bonner SC erfolgte überraschend, war aber durchaus willkommen. Eine Woche vor dem Start in der Fußball-Regionalliga wollte der BSC seine Vorbereitung mit einer Generalprobe abschließen, doch der vorgesehene Gegner sagte kurzfristig ab. Deshalb landete auch eine Anfrage beim VfB 03 – und die Verantwortlichen sagten gerne zu. Ursprünglich wollten die Hildener mit einem Testspiel gegen das eigene Landesliga-Team in die Testspielreihe starten, verschoben diese Partie aber kurzerhand auf den Dienstagabend. „Wenn die Möglichkeit besteht, gegen einen Regionalligisten zu spielen, nimmt man sie auch wahr“, erklärt Tim Schneider. Im Nachgang sieht sich der Chefcoach des Oberligisten bestätigt: „Man hat uns gesagt, dass wir ein guter Gegner waren.“

Die spielerischen Höhepunkte in der Begegnung waren allerdings rar gesät. „Es war kein Spiel mit vielen Chancen“, gesteht Schneider. Ursprünglich war der Vergleich auf Naturrasen geplant, doch weil der unbespielbar war, wechselten die beiden Teams auf Kunstrasen – ein Geläuf, das den Hildenern entgegenkam. Die einzig gute Möglichkeit der Gäste in der ersten Halbzeit leitete Gianluca de Meo mit einem starken Pass auf Robin Weyrather ein. Dessen Flanke landete bei Pascal Weber, der jedoch im Abschluss keinen Druck unter den Ball bekam. Auf der anderen Seite ließen die Bonner mit einem Freistoß aus 18 Metern aufhorchen, doch der Ball knallte an den Pfosten.

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In der zweiten Halbzeit machten die Gastgeber ihren Sieg klar. Zunächst nutzte der erfahrene Daniel Somuah kurz nach dem Wiederanpfiff einen Elfmeter zur 1:0-Führung (51.). In der Schlussphase erhöhte der 19-jährige Alexander Takie-Sai auf 2:0 (76.). Das war es dann auch schon. Für den VfB 03 positiv: Eine Wiederholung des Testspiels ist nicht ausgeschlossen.

Tim Schneider schickte in den beiden Halbzeiten jeweils eine bunt durchgemischte Mannschaft aufs Feld. In der Anfangsformation stand beispielsweise mit Luca Majetic ein Spieler aus der eigenen U 19. „Er hat bei uns schon öfter im Training mitgemacht und ist einer, der es im neuen Jahr packen kann“, lobt Schneider die Qualitäten des zentralen Mittelfeldakteurs, der in Zukunft regelmäßig beim Oberliga-Team mittrainieren soll.

Nach dem Seitenwechsel feierte dann mit Manuel Schulz ein Rekonvaleszent sein Comeback auf dem Kunstrasen. Der Innenverteidiger zog sich im Oktober 2020 im Testspiel gegen die TSG Sprockhövel einen Achillessehnenriss zu und musste nach der Operation in der Reha einige Rückschläge verkraften. Nach einer 13-monatigen Pause will er sich nun wieder ins Team spielen. Schneider fordert jedoch Geduld ein: „Er hat es ordentlich gemacht. Natürlich fehlt noch einiges, aber das kann man nach einer so langen Pause auch nicht erwarten.“

Geduld muss auch Patrick Percoco beweisen, der sich wegen seiner immer wiederkehrenden muskulären Probleme im Aufbautraining bei Björn Opgenoorth befindet. Der Diplomsportlehrer führte zum Start der Vorbereitung erneut Leistungstests durch und erstellte individuelle Fitnesspläne. Zu denjenigen, die in diesem Bereich in Zukunft mehr machen wollen, zählt Talha Demir. „Er ist heiß darauf, wieder in seine ursprüngliche Verfassung zu kommen und will daran arbeiten, nicht mehr so verletzungsanfällig zu sein“, erzählt der Chefcoach.

In den nächsten Wochen will Tim Schneider mit seinem Trainerteam die Mannschaft auf ein „ordentliches Fitnesslevel“ führen und zugleich spielerisch weiterentwickeln. „Wir wollen im taktischen Bereich einige Dinge vertiefen, um es während des Spiels zu schaffen, den Gegner vor Probleme zu stellen“, erklärt der 40-Jährige.

Bereits am Freitag, 18. Februar, steht das erste Meisterschaftsspiel an. Dann empfangen die Hildener den TVD Velbert. Dort löste vor einigen Wochen Marcel Bastians als Trainer den entlassenen Marc Bach ab. Nicht nur deshalb ist das Heimspiel für den VfB 03 reizvoll. Letztlich fehlen dem Oberliga-Team nur noch drei Punkte, um den Klassenerhalt in trockene Tücher zu bringen – und sich danach neue Ziele zu setzen.