VfB 03 Hilden unterliegt der SpVg. Schonnebeck

Fußball : VfB 03 zieht schon wieder den Kürzeren

Jetzt bleiben die Hildener Fußballer auch gegen die SpVg. Schonnebeck die notwendige Kampfkraft schuldig und verlieren weiteren Boden im Kampf um den Oberliga-Erhalt. Von Heimstärke ist diesmal nur wenig zu sehen.

Es war eine Partie, die Schiedsrichter Martin Ulankiewicz besser gar nicht erst angepfiffen hätte. Während im Stadtgebiet Feuerwehr und Polizei wegen der immer wieder auffrischenden starken Windböen etliche Einsätze hatten, bemühten sich die Oberliga-Fußballer des VfB 03 vor einer mageren Kulisse letztlich vergeblich, auf dem Kunstrasen an der Hoffeldstraße wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einzufahren. „Die Bedingungen waren für beide Mannschaften gleich“, wollte Marc Bach jedoch keine Entschuldigung für den mit zunehmender Spieldauer schwachen Auftritt seiner Mannschaft gelten lassen. Vielmehr befand der Hildener Trainer kurz und knapp: „Wir haben die Punkte her geschenkt.“

Dabei dachte Bach vor allem an den furiosen Auftakt seiner Mannschaft, die bereits nach vier Minuten durch Talha Demir in Front ging. Der Mittelfeldakteur zog aus 20 Metern ab und traf zum umjubelten 1:0. Fünf Minuten später war die Führung aber schon wieder Makulatur, denn auch die Schonnebecker bewiesen aus der Ferne Präzision. Marc Enger setzte einen Freistoß aus rund 22 Metern zum 1:1 ins VfB-Netz. Damit war der Hildener Schwung schneller beendet als geplant. Die einzig nennenswerte Chance bis zur Pause verbuchte erneut Demir, doch seinen strammen Freistoß, diesmal sogar aus fast 30 Metern, lenkte SpVg.-Torhüter Stefan Jaschin zur Ecke (20.).

Drei Minuten danach sorgten die Gäste bereits für die Vorentscheidung. Im Strafraum zog Schonnebecks Kapitän Enger gänzlich unbedrängt aus der Drehung ab und traf zum 2:1. „Bei beiden Toren war Ogün Serdar in der Verlosung“, kritisierte Marc Bach das Zweikampfverhalten des Linksverteidigers, der in dieser Partie erstmals seit langer Zeit für Simon Metz in die Hildener Abwehrkette rückte. Verdient hatte sich der 20-Jährige den Einsatz in der Anfangsformation durch gute Leistungen im Training, die er aber im Spiel nicht bestätigen konnte. Metz hingegen sollte nach der Belastung der vergangenen Wochen mal eine Verschnaufpause bekommen. Nicht wirklich in Top-Form präsentierte sich auch Pascal Weber, der zehn Minuten vor der Pause immerhin seine Schnelligkeit ausspielen wollte, auf dem Weg zum gegnerischen Strafraum aber von Timo Patelschick entschlossen gestoppt wurde. Der Schonnebecker erntete für die Aktion die gelbe Karte, für die Hildener sprang aber letztlich nichts Zählbares heraus.

Im zweiten Durchgang sah Marc Bach seine Elf deutlich verbessert, gleichwohl schaffte sie es nicht, klare Möglichkeiten herauszuarbeiten. „Wir haben diese Halbzeit deutlich aktiver gestaltet, aber bei dem Wind war dem Zufall auch Tür und Tor geöffnet“, stellte der VfB-Trainer fest. Am Ende blieb ihm nur ein bitteres Fazit: „Wenn man nach vier Minuten in Führung geht, muss man die Chance gegen einen verunsicherten Gegner nutzen.“ Vor allem der mangelnde Körpereinsatz war dem Trainer ein Dorn im Auge. „Uns fehlen Typen, die die Zweikämpfe annehmen und auch mal dagegen halten.“ Und weil Bach einmal so richtig in Fahrt war, legte er nach: „Wir haben die beiden Tore her geschenkt.Wir geben der Mannschaft eine Taktik an die Hand, sie muss sie aber auch im Spiel umsetzen.“

Schon nach der Niederlage in Monheim, die in der letzten Viertelstunde bittere Züge annahm, war der VfB-Trainer stocksauer, hoffte aber auf Besserung, weil die Hildener in den Übungseinheiten danach gut und intensiv arbeiteten. Auf dem Platz blieben viele Spieler dieses Engagement jedoch schuldig. „Fabian zur Linden und Justin Härtel möchte ich da herausnehmen, mit Abstrichen auch Talha Demir“, erklärte Bach. Drei Leute sind aber zu wenig für einen harten Abstiegskampf.

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