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VfB 03 Hilden muss Rückschlag verdauen

Fußball : VfB 03 muss Rückschlag verdauen

Die klare Niederlage gegen die SSVg Velbert wurmt. Jetzt wollen die Hildener beim 1. FC Monheim wieder konsequenter zur Tat schreiten – und vor allem punkten.

1. FC Monheim – VfB 03 Hilden. Zwei Tage nach der 1:5-Abfuhr auf eigenem Platz gegen die SSVg Velbert scheint es in Tim Schneider, auf den ersten Blick die Ruhe in Person, immer noch etwas zu brodeln. Zwar lobte der Trainer des VfB 03 nach dem Abpfiff der Oberliga-Partie die Moral seines Teams, das bis zum Schluss um den Anschluss kämpfte, letztlich aber legten ganz eingefleischte Fans der Hildener den Finger in die Wunde, als sie feststellten: „Die Velberter haben unserer Mannschaft die Grenzen aufgezeigt.“ Das trifft wohl den Kern, denn die SSVg hegt Aufstiegsambitionen, während sich der VfB 03 primär den Klassenerhalt auf die Fahne schreibt. Nach zwei Spieltagen mit Sieg und Niederlage ist für die Hildener aber rein rechnerisch alles im Lot – immerhin gibt es in dieser Saison 22 Mal drei Punkte zu verteilen.

Gleichwohl sieht Trainer Schneider für die Partie beim starken 1. FC Monheim Verbesserungsbedarf. „Wir müssen in der Defensive schneller unsere Zuordnung finden, sonst kann es schon zu spät sein“, stellt der 38-Jährige fest. Offensiv fehlte den Hildener gegen Velbert oftmals die Genauigkeit beim finalen Pass. „Eine Frage der Konzentration, deshalb muss man im Training immer wieder Technikübungen einbauen. Dann wird auch die Fußhaltung automatisiert“, sagt Schneider und betont: „Profis können besser kicken, weil sie das jeden Tag mehrere Stunden üben.“ Da zeige sich im Übrigen auch der Unterschied in der Ausbildung einiger Spieler. Wie zum Beispiel bei Maximilian Wagener, der als Jugendlicher bei Bayer 04 Leverkusen den Umgang mit dem Leder lernte. „Der kann den Kopf oben halten, weil er weiß, wo der Ball ist“, lobt Schneider.

In Monheim müssen sich die Hildener vor allem auf bewährte Tugenden besinnen. Taktisch wird das Trainergespann des VfB 03 der Mannschaft noch einiges für den Spielaufbau mitgeben, um den Gegner unter Druck zu setzen. Dazu schließt Schneider personelle Veränderungen nicht aus. „Ich habe da einige Ideen, will aber die Trainigswoche abwarten“, verrät er. Derweil hat sein Gegenüber Dennis Ruess ganz andere Sorgen, denn der FCM-Coach muss ohne Tobias Lippold planen, der nach seiner gelb-roten Karte gegen Schonnebeck gesperrt ist. Bahadir Incilli sitzt eine Rotsperre ab. Der verletzte Dennis Ordelheide fällt längerfristig aus. Beide Trainer setzen im Oberliga-Derby übrigens auf Sieg – was sonst?