VfB 03 Hilden kassiert erneut späten Ausgleich

Fußball : VfB 03 kassiert erneut späten Ausgleich

77 Minuten lang führen die Hildener Fußballer bei der SSVg Velbert, haben den Sieg schon vor Augen. Kurz vor dem Schlusspfiff schlägt der ambitionierte Oberliga-Rivale, der vor der Partie seinen Trainer entlässt, doch noch zurück.

Lange Gesichter gab es bei den Fußballer des VfB 03 nach dem Abpfiff. Wieder einmal. Denn wie schon eine Woche zuvor in der Partie gegen den TVD Velbert kassierten die Hildener nun auch bei der SSVg Velbert noch den späten Ausgleich, trennten sich 1:1 (1:0). Beide Male war Marc Bach mit der Vorstellung seiner Mannschaft zufrieden, doch jetzt bilanzierte er im Rückblick: „Wir haben vier Punkte vergeben.“ Gleichwohl behauptet der VfB 03 nach sieben Spieltagen einen einstelligen Tabellenplatz.

In der Anfangsphase versuchten es die Velberter zunächst aus der Distanz, verfehlten aber zwei Mal das Gehäuse. Die Hildener hingen erwischten einen Start nach Maß. Als Ogün Serdar einen Eckball von der rechten Seite vor das SSVg-Tor schlug, schaffte es Moulas Konstantinos, sich am langen Pfosten gleich an zwei Gegenspielern vorbeizumogeln und die Kugel über die Linie zu drücken. Die Führung verlieh den Gästen Sicherheit. Die Velberter, die nach der Trennung von Trainer Alexander auf eine Interimslösung bauten, setzten in der Folge etliche Akzente, agierten aber zu ungenau oder fanden ihren Meister in VfB-Torhüter Marvin Oberhoff.

In der Hildener Startelf stand übrigens erstmals Oluwabori Falaye. Der Kanadier trainiert bereits seit vier Wochen beim VfB 03 mit, erhielt aber erst am Freitag seine Spielberechtigung. „Da haben wir auf den Überraschungseffekt gesetzt“, bekannte Bach, zumal der etablierte Angreifer Pascal Weber zwei Tage später als gedacht aus dem Urlaub zurückkam. Letztlich stellte Bach fest: „Oluwabori hatte ein sehr ordentliches Debüt, war aber im Abschluss etwas unglücklich.“ Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit konnten die Velberter den Stürmer, der frei durch war, nur durch ein Foul von hinten stoppen. Für Bach eine Schlüsselszene: „Statt der roten Karte sah der Gegner nur die gelbe.“

Kurz nach dem Wiederanpfiff scheiterte Fabio di Gaetano im Eins-gegen-eins am Velberter Schlussmann (47.). Danach fanden die Platzherren besser in die Partie. „Aus dem Spiel heraus haben sie sich aber keine klare Chance erarbeitet“, analysierte Marc Bach. Immer öfter tauchte auch Peter Schmetz, der 1,98 Meter lange Innenverteidiger der SSVg, in vorderster Reihe auf. Dazu wechselten die Velberter den 1,90 Meter großen Felix Haas ein, um die Lufthoheit zu bekommen. Mit Erfolg, denn einen Einwurf von der linken Seite verlängerte Schmetz per Kopf zu Hasan Ülker, der den Ball per Fallrückzieher ins Hildener Netz beförderte. Sehr zum Ärger von Marc Bach. „Das war ein klarer Einwurf für uns, aber der Schiri hat anders entschieden“, kritisierte der VfB-Trainer den Unparteiischen. Und gestand dann: „Die Spieler waren geknickt. Ein zweites Mal so ein spätes Gegentor zu bekommen, ist bitter.“

Allerdings machte der Coach auch seiner Mannschaft einen Vorwurf: „Wir haben das zweite Tor nicht geschossen.“ Will heißen: Die Hildener sorgten nicht für eine frühe Entscheidung und zahlten dafür ein weiteres Mal Lehrgeld. Bach vermisste vor allem die Versuche aus der Distanz: „Da machen wir diese Saison einfach zu wenig.“ Nächsten Sonntag kann sein Team es besser machen. Dann kommt Schlusslicht SF Niederwenigern, das lediglich einen Punkt auf dem Konto hat. Und mit Urlaubs-Rückkehrer Pascal Weber und dem diesmal beruflich verhinderten Oliver Krizanovic stehen wieder zwei Stürmer mehr im Kader des VfB 03.

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