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VfB 03 Hilden kassiert Abfuhr in Schonnebeck

Fußball : VfB 03 kassiert Abfuhr in Schonnebeck

Die Hildener Oberliga-Fußballer unterliegen am Freitagabend in Essen mit 1:5. Individuelle Fehler machen den Unterschied aus. Nach einem Gerangel an der Seitenlinie sieht Konstantinos Moulas auch noch die rote Karte.

SpVg. Schonnebeck – VfB 03 Hilden 5:1 (3:1). Für die Oberliga-Fußballer des VfB 03 war es ein gebrauchter Abend. Bereits nach 25 Minuten lagen die Hildener mit 0:3 zurück. „Das war sehr bitter, weil die Gegentore aus individuellen Fehler resultierten und wir vorne unsere Chancen nicht genutzt haben“, stellte Marc Bach fest. Auch mit der ein oder anderen Entscheidung von Schiedsrichter Fasiullah Habibi war der VfB-Trainer nicht einverstanden, merkte aber an: „Daran hat es nicht gelegen.“ Die Niederlage nannte Bach „maximal ärgerlich, weil sie unnötig war“.

In der Anfangsphase hatten die Schonnebecker zweifellos die besseren Szenen. Zweimal kamen die Platzherren über die linke Seite, zweimal wehrte der VfB 03 den Angriff ab, schaffte es letzlich aber nicht, den Ball konsequent aus der Gefahrenzone zu schlagen. Statt dessen kam Markus Heppke aus halbrechter Position zum Schuss und traf ins linke untere Eck zur 1:0-Führung (11.) – VfB-Keeper Bastian Sube streckte sich vergeblich. Ein Freistoß von der rechten Seitenlinie leitete das 2:0 (17.) ein – Erwin Mambasa beförderte das Leder ins eigene Netz. Nach weiteren sieben Minuten leistete sich Justin Härtel, sonst die Zuverlässigkeit in Person, einen viel zu laschen Rückpass auf Torhüter Sube. Emre Kilav sprintete dazwischen und versetzte Sube zum 3:0 (25.). Härtel schlug entsetzt die Hände vors Gesicht.

Nach dem klaren Rückstand bemühte sich der VfB 03 um mehr Struktur in seinem Spiel. Gleichwohl eröffnete sich erst kurz vor dem Pausenpfiff die Möglichkeit zu einem Treffer. Stefan Schaumburg erkämpfte den Ball und trieb das Leder energisch nach vorne. Nach Doppelpass mit Talha Demir verkürzte der Hildener Kapitön in der zweiten Minute der Nachspielzeit auf 1:3.

Sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff setzten die Schonnebecker zum nächsten Schlag an. Diesmal war Markus Heppke per Freistoß erfolgreich und erhöhte auf 4:1 (51.). Umstritten war aus Hildener Sicht die rote Karte für Konstantinos Moulas, die einem Gerangel mit Marc Enger um einen Einwurf entsprang. Als Pascal Weber freie Bahn Richtung Strafraum hatte, hielt Kai Nakowitsch als letzter Mann den VfB-Stürmer fest – diesmal zückte Schiedsrichter Fasihullah Habibi aber zum Leidwesen der VfB-Anhänger nur die gelbe statt der roten Karte (69.). In der Schlussphase drängten die Hildener auf den zweiten Treffer. So setzte Talha Demir einen Freistoß ans rechte Lattenkreuz (72.). Oluwabori Falaye jagte den Ball über den Kasten (85.). Auf der anderen Seite vollendete Marc Enger kurz vor dem Abpfiff einen Konter zum 5:1 (90.).

Trotz der bitteren Abfuhr wollte Bach nicht den Stab über seine Mannschaft brechen. „Auch wenn es sich bei einem 1:5 blöd anhört: Mit der Leistung der Mannschaft bin ich zufrieden. Die Einstellung war da und sie hat gefightet“, sagte der Coach und fügte hinzu: „Man darf auch nicht vergessen, dass in dieser Woche etliche Spieler grippekrank waren.“ Übrigens hat es auch Bach inzwischen erwischt.