VfB 03 Hilden kann weiter auf Talha Demir bauen

Fußball : VfB 03 spielt im Test remis und behält Talha Demir

Wirklich aufschlussreich war das Freundschaftsspiel des VfB 03 gegen den Oberliga-Absteiger Cronenberger SC nicht, denn Marc Bach fehlten etliche Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft. So musste der Hildener Trainer auf Pascal Weber, Stefan Schaumburg, Mihai Bogoiu und Marcel Elsner verzichten, die allesamt krank ausfielen.

Fabio Gaetano hingegen unterzog sich in der vergangenen Woche einer Knieoperation (Meniskus eingerissen). Die ist laut Bach zwar gut verlaufen, doch der Coach berichtet: „Vier bis sechs Wochen darf er kein Fußball spielen – er wird uns also erst in der Rückrunde wieder zur Verfügung stehen.“ Auch Florian Grün konnte nicht mitwirken. Der Mittelfeldakteur hat Probleme mit dem Sprunggelenk. Nach einer MRT-Untersuchung soll es Anfang dieser Woche eine genauere ärztliche Diagnose geben. Letztlich fiel noch Gianluca de Meo aus, der sich in Prüfungsvorbereitungen befindet.

„Die, die gespielt haben, haben es gut gemacht“, analysierte Marc Bach nach der Partie gegen den Landesliga-Spitzenreiter, der den direkten Wiederaufstieg in die Oberliga anstrebt. Die Hildener gingen schon in der zweiten Minute in Führung. Jannik Löbe passte von der Torauslinie in den Rückraum und Tim Tiefenthal traf aus neun Metern zum 1:0. Ein Ballverlust in der Offensive leitete einen Cronenberger Konter ein – und Kabiru Hashim Mohammes glich zum 1:1 (16.) aus. Nach dem Seitenwechsel kam erst in der Schlussphase wieder Spannung auf. Aus dem Gewühl im Wuppertaler Strafraum heraus kullerte der Ball zu Nick Hellenkamp, der trocken mit rechts zur 2:1-Führung (84.) der Hildener traf. Die hatte allerdings nicht lange Bestand. Als die VfB-Defensive kaum Druck entwickelte, tauchte Alphonso Manata allein vor Bastian Sube auf, versetzte den Keeper und egalisierte zum 2:2 (87.). „Wenn man in der 84. Minute führt, sollte man auch gewinnen,“ kritisierte Bach.

Doch der Trainer hatte an diesem Wochenende auch Grund zur Freude. Talha Demir musste sich vor der Spruchkammer des Fußballverbandes Niederrhein wegen angeblicher Schiedsrichterbeleidigung verantworten. Letztlich gab die Aussage seines Mannschaftskollegen Patrick Percoco, der Ohrenzeuge war, den Ausschlag. „Der Tatbestand der Beleidigung war vom Tisch. Talha muss lediglich bis Ende Dezember eine Geldstrafe wegen Unsportlichkeit zahlen“, berichtete Bach – und atmete tief durch.

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