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VfB 03 Hilden: Joker Percoco und Altuntas stechen

Fußball : VfB-Joker Percoco und Altuntas stechen

Die Hildener Fußballer gewinnen beim neuen Schlusslicht Spvgg Sterkrade-Nord, weil die eingewechselten Spieler in den letzten 15 Minuten drei Tore zum 4:1-Erfolg beisteuern. Der Oberligist macht damit den Klassenerhalt perfekt.

Spvgg. Sterkrade-Nord – VfB 03 Hilden 1:4 (1:1). Die Fußballer des VfB 03 brauchten diesmal einen langen Atem, ehe sie im 18. Spiel der Hinrunde den 13. Sieg einfuhren und damit frühzeitig den Sprung in die Aufstiegsrunde realisierten. Zugleich brachte der Erfolg in Sterkrade den Hildenern den Klassenerhalt. „So früh schon mit 41 Punkten hat das bis jetzt noch keine andere Mannschaft im Verein geschafft“, stellte Tim Schneider nicht ohne Stolz fest. Nach ausgiebigem Feiern war dem Coach des VfB 03 jedoch wie vielen Spielern seines Teams nicht wirklich zumute. „Mit Blick auf Kiew hatte ich heute auch etwas Schwierigkeiten, das Spiel anzunehmen. Das fühlt sich sehr präsent an. Man macht sich doch Sorgen, gerade wenn man sieht, dass sich dort die Zukunft der Kinder in Luft aufgeht“, erklärte der Familienvater.

Dabei erwischten die Hildener beim stark abstiegsgefährdeten Gastgeber einen Start nach Maß. Die Führung kam so überraschend, dass sie Tim Schneider fast nur aus dem Augenwinkel sah. „Nach dem Anstoß haben wir uns gut durchkombiniert, dann hat Isaak Kang geflankt und Max Wagener kam frei zum Kopfball“, rekapitulierte der Trainer die Entstehung des Treffers. Keine 30 Sekunden waren gespielt, da führte Wageners Kopfball-Aufsetzer zum umjubelten 1:0 und weckte bei Spvgg.-Trainer Dennis Charlier unangenehme Erinnerungen, denn schon vor einer Woche im Spiel beim FSV Duisburg war seiner Mannschaft Ähnliches widerfahren – am Ende kassierte sie eine 1:6-Abfuhr.

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Diesmal aber hielten die Sterkrader zumindest in der ersten Halbzeeit besser dagegen, standen ihren Gegenspielern permanent auf den Füßen. Derweil bescheinigte Schneider seinem Team: „Wir haben uns bemüht, mussten aber oft die Angriffe von vorne anfangen und haben viele zweite Bälle nicht bekommen. Zum Teil haben wir sehr komplizierten Fußball gespielt, haben dabei auch den Wind unterschätzt.“ Nach sechs Minuten hatten die Platzherren den Ausgleich vor Augen, doch VfB-Torhüter Yannic Lenze parierte stark den Kopfball von Oguzhan Cunaci. Nach einem zu kurzen Rückpass von Robin Müller musste der Hildener Keeper ein zweites Mal in höchster Not klären (17.). Als die Sterkrader ein Zuspiel von Müller auf Kang abfingen, konnte Lenze gegen den allein vor ihm auftauchenden Cunaci jedoch den Ausgleich nicht mehr verhindern. Ein Treffer, der den Gastgebern Auftrieb gab.

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Hildener jedoch von ihrer starken Seite, schnürten die Spvvg. nun immer mehr ein. Allein die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. „Wir hatten allein fünf, sechs Freistöße aus guter Distanz, die wir aber alle vergeben haben“, berichtete Schneider. Entweder ging der Ball an den Pfosten oder knapp vorbei oder Keeper Dietz hielt das 1:1 fest. Auf der anderen Seite senkte sich ein strammer Schuss von Spvvg.-Torjäger Damian Schlootz Richtung linker Winkel, aber Lenze streckte sich rechtzeitig und machte auch diese Chance zunichte (62.).

Mit den Einwechselspielern kam dann frischer Wind in den Hildener Angriff. Isaak Kang, der diesmal den fehlenden Pascal Weber als einzige Spitze vertrat, setzte Patrick Percoco in Szene, der die 2:1-Führung erzielte (82.). Dann erhöhte Tuncay Altuntas in der Nachspielzeit nach Kang-Vorarbeit auf 3:0 (90+2), ehe Percoco einen Konter über Wagener mit dem Treffer zum 4:1 (90+3) abschloss.