VfB 03 Hilden II rutscht in der Bezirksliga ab

Fußball : Favorit VfB 03 II baut Gnadental auf

Durch die überraschende 0:1-Heimniederlage gegen die im Abstiegskampf stehenden Gäste rutscht der bisherige Spitzenreiter der Bezirksliga auf Rang drei ab.

Die DJK Neuss-Gnadental kam als Tabellenfünfzehnter und krasser Außenseiter zum Bezirksliga-Spitzenreiter VfB 03 Hilden II. Nach dem Abpfiff verließen die Linksrheinischen indes freudestrahlend und mit drei unerwarteten Punkten im Gepäck den Sportplatz Hoffeldstraße.

Der 1:0 (1:0)-Sieg nahm bereits nach zwei Minuten Konturen an. Marcel Spanier beförderte einen Freistoß aus halbrechter Position in den Hildener Strafraum, wo Mehmet Yilmaz, der neue Spieler-Cheftrainer der DJK, ebenso wuchtig wie unhaltbar für Schlussmann Alex Schmidt einköpfte. Dass das angesichts von zuvor fünf Niederlagen der Gnadentaler in Serie bereits der Endstand sein sollte, damit war nun wirklich nicht zu rechnen. Aber es wurde früh deutlich, dass der Klassenprimus nicht seinen besten Tag erwischt hatte.

Trotz optischer Vorteile mussten die Platzherren bei einigen Kontern der Gnadentaler auf der Hut sein. Wie in der 18. Minute, als Kapitän Pawel Kramer eine scharfe Hereingabe am zweiten Pfosten nur knapp verpasste. Nach gut 20 Minuten setzte der VfB den Gegner mehr unter Druck, störte früh dessen Spielaufbau, verpasste aber durch Nick Hellenkamp (21., 45.) und Niklas Strunz (23.) klare Torchancen.

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten ließ Gästestürmer Konstantin Ngaroudis gleich drei gute Möglichkeiten (47., 51., 61.) liegen. Die nur noch offensiv ausgerichteten Hildener offenbarten da Schwächen in der Rückwärtsbewegung. Dennoch hätte gegen die zweikampfstarken und läuferisch das Tempo bis zum Abpfiff mitgehenden Gäste der Ausgleich fallen können. Strunz scheiterte aus der Distanz an DJK-Torsteher Stefan Eckl (59.), Vato Murjikneli köpfte die Strunz-Ecke knapp vorbei (63.) und den Schuss von Hellenkamp (75.) parierte Eckl glänzend.

Der VfB versuchte alles, die sportlichen Mittel reichten aber nicht, um wenigstens einen Punkt zu retten. Trainer Tim Schneider: „Wir haben unter dem Strich verdient verloren, weil wir vorne zu wenig Durchschlagskraft entwickelten und bei den Gegenstößen nicht entschlossen zupackten. Dass wir gegen tiefstehende Gegner Probleme haben, wissen wir, bekamen das aber heute nicht in den Griff.“ Kapitän (und Abwehrchef) Christoff Donath, der gemeinsam mit Robin Weyrather in der zweiten Halbzeit das Spiel immer wieder von hinten anschob, ergänzte: „Das 0:1 darf so früh und auf diese Weise nicht fallen. Eigentlich waren das heute drei fest eingeplante Pflichtpunkte, aber wir haben dafür zu wenig investiert. Mit der Niederlage hat keiner bei uns gerechnet, entsprechend unzufrieden und enttäuscht sind wir.“

VfB 03 Hilden: Schmidt – Weyrather, C. Donath, Murjikneli, Stotko (63. Piotraschke), Lavalle, Strunz, Holz (63. Mirek), Ludwig (56. Tassone), Löbe, Hellenkamp

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