VfB 03 Hilden II mischt im Aufstiegskampf der Bezirksliga mit

Fußball : VfB-Reserve klettert auf den zweiten Platz

Mit dem knappen Erfolg beim SV Uedesheim wahren die Hildener Fußballer ihre Chancen im Aufstiegsrennen der Fußball-Bezirksliga.

Spielerisch hat der VfB 03 Hilden II in dieser Saison schon bessere Leistungen abgerufen. Dennoch geht der 1:0 (1:0)-Erfolg beim SV Uedesheim in Ordnung, weil der neue Tabellenzweite kämpferisch und läuferisch alles in die Waagschale warf. Zugegebenermaßen standen dem die Platzherren nicht viel nach. Auch das Team von Ingmar Putz investierte eine Menge, doch fehlte es gerade in der zweiten Halbzeit in der Offensive an Durchschlagskraft. Das war allerdings der konsequent zu Werke gehenden Defensive der Gäste geschuldet. „Bis auf den Lattenschuss in der ersten Hälfte haben wir nichts zugelassen. Wir standen hinten stabil, haben aber schon ganz vorne und im Mittelfeld durch unsere Zweikampfstärke überzeugt. Wir wollten den Sieg unbedingt und das ist uns auch gelungen“, urteilte Hildens Kapitän Lukas Schmetz.

Ein Fußball-Leckerbissen war die Partie tatsächlich nicht. Viel Laufarbeit, zahllose Zweikämpfe zwischen den Strafräumen und Missverständnisse im Spielaufbau prägten lange Zeit die Partie. Für das erste Glanzlicht sorgten die Einheimischen, doch nach der Vorarbeit von Alex Nuss traf Steven Dyla den Querbalken. „Mit etwas Glück gehen wir da in Führung, dann nimmt die Partie vielleicht einen anderen Verlauf. Eigentlich war es noch nie so einfach, gegen die eigentlich starken Hildener zu gewinnen. Ich will unserer ersatzgeschwächten Elf aber keinen Vorwurf machen“, urteilte Ingmar Putz. Dessen Elf kassierte das Tor des Tages durch einen von Ivan Mabou Ouabo an Marvin Bell verwirkten Foulelfmeter (27.) – Niklas Strunz verwandelte souverän.

Beide Teams agierten in der Folge weiterhin auf Augenhöhe, ohne spielerisch zu überzeugen. Es waren eben andere Tugenden gefragt und da leisteten beim VfB 03 in erster Linie die einsatzfreudigen Sechser Moritz Holz und Roman Werner ganze Arbeit.

Nach dem Seitenwechsel setzte der Gast den ersten Akzent. Nach Zuspiel von Marco Tassone traf Bell aus halblinker Position die Latte (55,). Das war es auch schon weitgehend in Sachen Torgefahr. Die Offensivleistungen blieben hüben wie drüben überschaubar. Die beste Chance des SVÜ durch Philipp Welter vereitelte Torhüter Michael Miler reaktionsschnell (79.). Auf der Gegenseite wurde Nick Hellenkamp auf dem Weg zum möglichen 2:0 von Sunohara durch ein mit der gelben Karte geahndetes Foul rustikal gehindert (82.).

Nach insgesamt 94 Minuten war Feierabend und der VfB 03, wie vor 13 Monaten ebenfalls auf Kunstrasen, ein nicht unverdienter 1:0-Sieger. „Das war heute nahezu ein 50:50-Spiel. Wir haben die Aufgabe letztlich gut gelöst, sind den Gegner phasenweise früh angelaufen und haben dadurch schon vieles im Spielaufbau unterbunden. Mentalität und Einstellung stimmten. Das sind die Faktoren, die ein enges Spiel entscheiden“, bilanzierte Hildens Trainer Tim Schneider.

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