VfB 03 Hilden II lässt die Punkte beim Lohausener SV

Fußball : Dämpfer für die VfB-Reserve

Der Bezirksliga-Zweite VfB 03 zieht überraschend beim abstiegsgefährdeten Lohausener SV den Kürzeren und hadert mit der Leistung des Unparteiischen.

Das war ein absolut gebrauchter Tag für den VfB 03 Hilden II. Als Tabellenzweiter der Bezirksliga, Gruppe 1, angereist, unterlagen die Hildener beim Lohausener SV mit 0:3 (0:2). Ein wichtiger Dreier für die zumindest bis zum Anpfiff noch abstiegsgefährdeten Düsseldorfer. „Der Schiedsrichter lag mit einigen Entscheidungen gegen uns völlig daneben. Andererseits geht der Sieg der Lohausener in Ordnung. Die gingen resoluter in die Zweikämpfe. Das ging dann auch manches Mal über das normale Maß der Fairness hinaus, ohne dass der Schiri das konsequent ahndete“, sagte Tim Schneider nach dem Abpfiff. Und der 37-jährige Übungsleiter ergänzte: „So kam bei uns auch nur selten richtiger Spielfluss zustande. Letztlich wollte der Gegner den Sieg aber mehr als wir. Das war ausschlaggebend.“

Die Partie fand zwar auf dem Hauptplatz und nicht, wie von den Gästen im Vorfeld befürchtet, auf dem kleinen Nebenplatz statt, dennoch entsprach die Leistung der VfB-Reserve nicht den eigenen Erwartungen. Dazu kam der frühe Rückstand (6.), wobei die Hildener den Torschützen Dennis Hermanns in Abseitsposition gesehen haben wollten. Als in der Gästeabwehr die nötige Abstimmung fehlte, erhöhte der von Ratingen 04/19 II gekommene SVL-Winterzugang Kevin Schimanski frei vor Schlussmann Michael Miler in der 23. Minute auf 2:0. In der Folge kamen die Hildener in einer von vielen Freistößen unterbrochenen Partie, zumindest bis zur Halbzeitpause, besser zur Geltung. Nick Hellenkamp drückte den Schuss von Timo Kunzl endgültig über die Linie (37.), doch entschied der Unparteiische, trotz der Hildener Proteste, auf Abseits. Der agile Kunzl passte auf Hellenkamp, der an Torsteher Sebastian Geidle scheiterte (41.).

Im zweiten Durchgang wollten die Gäste mit schnellem Umschaltspiel mehr über die Außenbahnen kommen. „Das haben wir nicht so ganz hingekriegt und konnten so auch keine zwingenden Torchancen mehr herausspielen. Lohausen war angesichts der prekären Tabellensituation hoch motiviert und galliger, die haben sich nach gewonnenen Zweikämpfen immer wieder angefeuert. Die wussten, um was es geht“, fasste Schneider zusammen. Vor dem Gegentor Nummer drei (70.) hätte aus VfB-Sicht ein Foul an dem mit einer Fußabwehr klärenden Keeper Miler gepfiffen werden müssen. Weil der Pfiff ausblieb, traf Lohausens Mittelfeldstratege Michael Behlau aus gut und gerne 40 Metern zum vorzeitigen Endstand ins leere Hildener Tor.

VfB 03: Miler – Werner, C. Donath (34. J. Schneider), Murjikneli, D. Donath, Kunzl, Mirek (61. Andree), Holz, Bell, Tassone (65. Lichtenwimmer), Hellenkamp.

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