VfB 03 Hilden II gibt nach der Pause den Ton an

Fußball : VfB-Zweite gibt nach der Pause den Ton an

Die Hildener Fußballer entscheiden das Bezirksliga-Derby gegen den HSV Langenfeld für sich. Giovanni Spinella glänzt beim 3:1-Erfolg als zweifacher Torschütze. Das Team von Tim Schneider steht jetzt auf dem dritten Tabellenplatz.

Zwei unterschiedliche Halbzeiten prägten das Bezirksliga-Nachbarschaftsduell zwischen dem VfB 03 Hilden II und dem HSV Langenfeld. Durchgang eins ging an die zur Pause führenden Langenfelder, die dann aber nach zwei Gegentoren binnen drei Minuten ihre Ordnung verloren. Endstand 3:1 (0:1) für die VfB 03-Reserve, die damit auch nach fünf Spieltagen ungeschlagen bleibt und vorübergehend auf den dritten Rang kletterte.

„Das haben die Jungs bisher richtig gut gemacht“, lobte der Sportliche Leiter des HSV, Daniel Gerhardt, noch zur Pause das eigene Team. Tatsächlich zeigte die Elf von Trainer Daniel Cartus nach einer gewissen Anlaufzeit eine starke Vorstellung, übernahm im Mittelfeld kämpferisch und spielerisch weitgehend die Regie. Klasse das Führungstor durch Alessandro Petri, der nach einem Fehler der Hildener im Spielaufbau (39.) auf der linken Seite davonzog und mit einem feinen Schlenzer „Marke Tor des Tages“ hoch in die lange Ecke Hildens Torhüter Marius Hirt keine Abwehrchance ließ. Schon zuvor boten sich Timm Cartus, dem Ex-VfBer Steffen Große Enking und Robin Schnadt gute Einschussmöglichkeiten. Mit der einzig zwingenden VfB-Gelegenheit (6.) scheiterte der aus dem Oberligakader ausgeliehene Tim Tiefenthal an Gäste-Keeper Christian Cyrys.

In den ersten 45 Minuten noch über weite Strecken ideenlos und ohne Durchschlagskraft, nahmen die Platzherren nach Wiederbeginn das Heft nach und nach in die Hand. Zunächst hatte der HSV noch zwei gute Szenen. Patrick Becker schoss über das Gehäuse von Keeper Hirt (50.), der unmittelbar danach gegen Schnadt rettete. Fünf Minuten nach seiner Einwechselung prüfte Hildens Giovanni Spinella erstmals Cyrys, um den Torsteher dann in der 65. Minute mit einem genau getimten Freistoß aus knapp 20 Metern zu überlisten. „Der hat natürlich genau gepasst. Beim zweiten Tor kam das Zuspiel von Niklas perfekt zu mir. Nach meinem Urlaub war das ein klasse Einstand. Viel wichtiger war aber der Sieg und dass wir nach dem Rückstand zurückgekommen sind“, sagte hinterher der Doppel-Torschütze.

In der 75. Minute sorgte Spinella auf Zuspiel von Niklas Strunz auch für den Enstand. Marco Tassone hatte nach der nur unzureichend abgewehrten Hereingabe des umtriebigen Tim Tiefenthal den Spieß zwischenzeitlich (68.) herum gedreht. Ganz zum Schluss rettete Langenfelds Salvatore Grillo in höchster Not vor dem einschussbereiten Strunz. Erneut hieß der Flankengeber Tiefenthal, der gemeinsam mit Nils Piotraschke in den ersten 20, 25 Minuten der zweiten Hälfte auf der rechten Seite richtig Betrieb machte. Stichwort zweite Spielhälfte. HSV‑Coach Daniel Cartus sagte dazu: „Nach der starken ersten Halbzeit, in der wir die Führung auch hätten ausbauen können, waren wir nach der Pause nicht mehr gut organisiert, ließen den Hildenern zu viele Optionen im Offensivspiel.“ Hildens Trainer Tim Schneider sprach von einem aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte verdienten Sieg, schränkte aber ein: „In der ersten Halbzeit spielten wir zu statisch und ließen Langenfeld zu viel Raum. Nach dem Seitenwechsel haben wir uns taktisch cleverer verhalten, standen näher dran am Gegner und haben uns im Spielaufbau immer wieder schnell vom Gegner gelöst.“

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