VfB 03 Hilden II bezwingt den FC Delhoven

Fußball : Zweite des VfB 03 zeigt ihr anderes Gesicht

Das Team von Tim Schneider spielt gegen den FC Delhoven konzentriert auf und siegt mit 3:2. Abwehrchef Christoff Donath sieht „Rot“.

Das Bezirksligaduell zwischen dem VfB 03 Hilden II und dem FC Delhoven blieb bis zum Abpfiff spannend. Die abstiegsgefährdeten Linksrheinischen warfen in der Schlussphase alles in die Waagschale, zogen aber mit 2:3 (1:2) den Kürzeren. VfB 03 II-Trainer Tim Schneider bilanzierte: „Der Sieg ist verdient. Wir waren von Beginn an gut im Spiel, haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Das 1:2 kurz vor der Pause und die rote Karte in der Endphase des Spiels waren zwei schwierige Aufgaben, die wir unter dem Strich aber gut gemeistert haben. Nur, unsere im Ansatz guten Gegenstöße in der zweiten Hälfte hätten wir konsequenter ausspielen müssen.“

Eine Woche nach dem 2:5 in Gnadental wollten die Hildener, bei denen Kapitän Lukas Schmetz nach zwölfmonatiger Zwangspause (Schambeinentzündung) erstmals wieder in der Startelf stand, etwas gutmachen. Das wurde von Beginn an klar und schlug sich auch in den Toren von Nick Hellenkamp (2. – Vorarbeit Marvin Bell) und Marco Tassone (33. – Zuspiel Moritz Holz) nieder. Dazu reagierte Delhovens Torsteher Pierre Nußbaum glänzend bei Tassones Kopfball (30.), dem Freistoß von Fabian Andree (36.) und dem Flugkopfball von Hellenkamp (39.). Auf der Gegenseite blieben die im Mittelfeld kompakt auftretenden Gäste mit ihren Kontern zu beachten. Insbesondere der schnelle Max Ohm sorgte für Unruhe. Ohm war es auch, der, nachdem zuvor (28.) Furkan Nurdogan an Michael Miler gescheitert war, vier Minuten vor der Halbzeit auf 2:1 verkürzte.

„Wir sind nach dem frühen 0:1 schwer ins Spiel gekommen, haben das im weiteren Verlauf aber gut gemacht. Der Anschlusstreffer machte uns Mut für die zweiten 45 Minuten. Da waren wir gleichwertig. Schade, dass wir uns am Ende einer hochinteressanten Partie nicht belohnen konnten“, urteilte später Dennis Kessel. Der FCD-Trainer machte damit deutlich, dass seine Elf bis zum Schluss an sich glaubte und eine engagierte Leistung zeigte.

Gäste-Kapitän Felix Frason schoss knapp am zweiten Pfosten vorbei (59.). Das war das erste Offensiv-Lebenszeichen in Durchgang zwei, weil sich die Kontrahenten bis dahin im Mittelfeld gegenseitig neutralisierten. Dann ging es wieder munter hin und her. Der VfB 03 II vermochte seine Tormöglichkeiten durch die an Nußbaum scheiternden Giacomo Russo (67.) und Bell (76.) nicht zu nutzen. Hellenkamp machte es besser, traf nach Bells Zuspiel zum 3:1 (88.). In Unterzahl, da Christoff Donath, der den davon stürmenden Ohm festhielt (83.), mit der roten Karte vom Platz flog. Nachdem Robin Weyrather mit einer missglückten Abwehraktion ins eigene Netz traf (89.), wurde es eng, doch die Hildener ließen sich den 15. Sieg nicht mehr entreißen.

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