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VfB 03 Hilden II behauptet weiße Weste

Fußball : VfB 03 Hilden II behauptet weiße Weste

Der Landesliga-Aufsteiger feiert im vierten Spiel den vierten Sieg. Die Hildener Fußballer mischen damit weiter in der Spitzengruppe mit.

VfB 03 Hilden II – SG Holzheim 3:2 (1:1). Ein Bezirksliga-Fußballspektakel, das die 180 Zuschauer bis zum Abpfiff in seinen Bann zog. Nach insgesamt 95 Minuten behielten die Hildener denkbar knapp die Oberhand. Die Entscheidung fiel in der dritten Minute der Nachspielzeit. Nach einem Freistoß und dem Kopfball von Norwin Austrup fiel das Spielgerät Giacomo Russo vor die Füße, der entschlossen abzog. Eine Art „doppeltes Jokertor“, schließlich wurden Vorbereiter und Schütze erst in der Schlussphase eingewechselt. Als Schiri Ergün Martini (SV Heissen) die Partie dann endlich beendete war der Jubel im Lager des Aufsteigers nach dem vierten Dreier im vierten Landesligaspiel natürlich riesengroß. Aber auch die Erleichterung, da die Einheimischen eine von beiden Seiten intensiv geführte Partie mit einem in der Liga etablierten Klub doch noch für sich entschieden.

„Holzheim war der erwartet schwere Gegner, der uns spielerisch und kämpferisch viel abverlangte. Unsere Elf bewies Moral und große Mentalität, weil beide Gegentore zu einem ungünstigen Zeitpunkt fielen“, konstatierte hinterher Fabian Nellen. Der VfB 03 II-Coach ergänzte: „Besonders der späte 2:2-Ausgleich schien zunächst ein Rückschlag, aber die Jungs sind weiter marschiert, waren einfach geil darauf, das Spiel zu gewinnen und haben sich am Ende auch belohnt. Der Sieg war zwar erst spät unter Dach und Fach, aber keineswegs unverdient.“ Allerdings: Auch die SG Holzheim verdiente sich ein Lob für ihren couragierten Auftritt.

Die besondere Atmosphäre eines Flutlichtspiels inspirierte indes in erster Linie die Hildener, die mit ihrem Offensiv-Pressing den Gegner unter Druck setzten. Tim Tiefenthal fand gleich zum Auftakt (3.) im guten Gäste-Torsteher Tobias Schriddels seinen Meister. Wenig später (11.) köpfte Kapitän Lukas Schmetz nach einem Tiefenthal-Freistoß knapp vorbei. Dann tankte sich der später wegen einer Sprunggelenkverletzung ausgewechselte Robin Weyrather auf der rechte Seite durch – gegen den unhaltbaren Schuss in die lange Ecke (18.) gab es nichts zu halten. In der Folge setzten aber auch die Linksrheinischen offensive Akzente. Wie Dennis Brune, dessen Schuss Torhüter Michael Miler gerade noch parierte. Dann der Auftritt von SG-Torjäger Maurice Girke, der, von Sergio Percoco gefoult (42.), den fälligen Elfmeter selbst verwandelte.

Auch in den zweiten 45 Minuten blieben Intensität und Tempo auf hohem Bezirksliganiveau. Girke schoss allein vor Miler knapp vorbei (77.). Tim Tiefenthal machte es vier Minuten später besser – 2:1. Die Spannung wurde spürbar größer. Gäste-Kapitän Pascale Schneider glich zunächst per Kopfball (86.), ehe Giacomo Russo schließlich zum Matchwinner avancierte.

VfB Hilden: Miler – S. Percoco, Stanzick, Schmetz, Metz, Weyrather (57. Lekfif), Holz, J. Schneider (88. Peponis), Werner (74. Russo), Giov. Spinella, Tiefenthal (85. Austrup).