VfB 03 Hilden hat mit dem 1. FC Monheim noch eine Rechnung offen

Fußball: VfB 03 erwartet Derby auf Augenhöhe

Trotz personeller Probleme gehen die Hildener Fußballer die Partie beim 1. FC Monheim selbstbewusst an. Durch die Rückkehr einiger Rekonvaleszenten sieht Coach Marc Bach neue Möglichkeiten, eine schlagkräftige Truppe zu formen.

Das Unentschieden gegen den TSV Meerbusch war hart erkämpft. Anfang der Woche zollten die Fußballer des VfB 03 dieser Energieleistung Tribut, denn für das Training am Dienstagabend meldeten sich gleich sieben Akteure ab. Dazu ließ sich auch der grippekranke Chefcoach Marc Bach nicht auf der Anlage an der Hoffelstraße blicken. Statt dessen leiteten die Co-Trainer Marvin Schneider und Florian Grün die Übungseinheit. Erst gestern Abend nahm Bach die Fäden wieder in die Hand, hoffte zugleich auf die Rückkehr einiger anderer Rekonvaleszenten wie zum Beispiel Pascal Weber, der grippekrank am Sonntag gar nicht verfügbar war, während Patrick Percoco zumindest als Einwechselspieler parat stand. „Es ist und bleibt eine Wundertüte“, sagt Bach mit Blick auf die personellen Voraussetzungen vor dem Derby beim FC Monheim, der drei Punkte mehr auf dem Konto hat und aktuell Rang zehn einnimmt, damit zwei Plätze über den Hildenern steht. Das kann sich am Sonntag (15.30 Uhr, Rheinstadion, Kapellenstraße 1) allerdings ändern. „Mit einem Sieg können wir die Monheimer tabellarisch überholen“, sagt Bach. Denn mit einem Erfolg ziehen die Hildener nach Punkten gleich, haben aber das bessere Torverhältnis als zusätzlichen Trumpf.

Das Lokalduell verspricht einen reizvollen Schlagabtausch. Im Hinspiel hatten die Monheimer im Endspurt mit 4:2 die Nase vorn, deshalb sinnen die Fußballer des VfB 03 auf Revanche. Auf der anderen Seite zogen die Gastgeber am vergangenen Sonntag bei der SpVg. Schonnebeck mit 2:3 den Kürzeren, weil sie die gegnerische Schlussoffensive nicht zu kontern wussten. Schlimmer noch: Nikola Aleksic, der den FCM in der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung brachte, sah in der 60. Minute die rote Karte und brachte damit die Essener überhaupt erst ins Spiel zurück. Fünf Minuten später verkürzte die SpVg. auf 1:2, glich nach weiteren 120 Sekunden zum 2:2 aus und erzielte in letzter Minute noch den Siegtreffer. „Die rote Karte hat den Monheimern weh getan, die haben jetzt noch etwas gutzumachen“, rechnet Bach daher mit einem engagierten Kontrahenten. Die Ziele sind also ähnlich, und auch die Trainer ticken auf einer Wellenlänge. „Es ist ja kein Geheimnis, dass Dennis Ruess und ich gut befreundet sind“, erklärt Marc Bach mit einem Schmunzeln. Für mindestens 90 Minuten wird diese Freundschaft aber am Sonntag ruhen.

Keineswegs im Ruhemodus ist Fabian zur Linden. Der 26-Jährige machte am Sonntag in der Innenverteidigung Platz für Len Heinson und rückte wieder auf die von ihm bevorzugte Sechser-Position. Nach gut 17 Begegnungen in der Abwehrkette machte dem stellvertretenden Kapitän die Rückkehr ins Mittelfeld sichtlich Spaß. „Es ist schön, wieder mehr in die Verantwortung zu kommen. Ich habe der Mannschaft auch gerne in der Innenverteidigung weitergeholfen, aber auf dieser Position fühle ich mich einfach wohler, hier kann ich das Spiel aktiv steuern“, stellt er fest. Gleichwohl erkannte er nach der intensiven Partie gegen Meerbusch: „Die Laufwege sind nicht zu unterschätzen – das ist schon ein Unterschied.“ Optimistisch blickt zur Linden nach vorne. „Durch den guten und glücklichen Transfer von Len bieten sich mehr Möglichkeiten, zumal Erwin Mombasa zurückkommt und auch Fabio die Gaetano bald wieder fit ist.“ Vor der Begegnung in Monheim betont der Defensivstratege: „Wir bewegen uns auf Augenhöhe, müssen uns nicht verstecken“, gesteht aber auch: „An Monheim habe ich keine guten Erinnerungen.“ Vor einem Jahr kassierten die Hildener im Rheinstadion eine 2:6-Abfuhr.

Ein derartiges Misserfolgserlebnis bleibt Talha Demir auf jeden Fall erspart. Der Heißsporn handelte sich gegen Meerbusch innerhalb einer Minute die gelb-rote Karte ein und sitzt damit in dieser Saison bereits seinen dritten Platzverweis ab.

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