VfB 03 Hilden hält FSV Duisburg in Schach

Fußball: VfB 03 Hilden punktet im Abstiegskampf

Die Mannschaft von Marc Bach bejubelt einen wichtigen Erfolg über Oberliga-Schlusslicht FSV Duisburg. Letztlich gibt ein Elfmeter den Ausschlag in einer Begegnung, die beide Fußball-Teams mit Haken und Ösen führen.

Eine Augenweide war die Partie wahrlich nicht für die rund 100 Zuschauer, die trotz des ungemütlichen Nieselwetters den Weg zur Anlage an der Hoffeldstraße fanden. Letztlich war es eine Begegnung, die ganz im Zeichen des Abstiegskampfes stand. „Wer heute fußballerische Feinkost erwartet hatte, war fehl am Platz“, stellte auch Marc Bach fest. „Uns war klar, dass es ein Kampf auf Biegen und Brechen würde“, sagte der Trainer des VfB 03 nach dem Abpfiff. Da präsentierte sich der 41-Jährige wesentlich ruhiger als die 90 Minuten zuvor. Immerhin ging sein Team als Sieger vom Kunstrasen. Doch der 1:0-Erfolg über das Schlusslicht FSV Duiburg war keineswegs das Resultat hoher Spielkunst, sondern basierte auf einem (berechtigten) Elfmeter, den Talha Demir zum Tor des Tages verwandelte. Und deshalb lagen die Nerven in der von vielen Emotionen geprägten Schlussphase blank – bei den Verantwortlichen beider Teams, aber auch den Fans.

Von Beginn an entwickelte sich ein Oberliga-Duell auf schwachem Niveau. Die erste gute Chance eröffnete sich den Hildenern erst nach 25 Minuten, als Pascal Weber nach einem hohen Ball in den Strafraum in guter Schussposition war, doch Keeper Adnan Laroshi rechtzeitig aus seinem Kasten kam. Wenig später handelte sich Fabian zur Linden die erste gelbe Karte der Partie ein, als er Güngör Kaya im Mittelfeld regelwidrig zu Fall brachte. Den Freistoß jagte Duisburgs Zugang Muhammet Karpuz, der ebenso wie der zweite regionalliga-erfahrene Neue Kaan Akca gleich in der Startformation auflief, in die Wolken. Am Ende der phasenweise sehr nickligen Begegnung hatte Schiedsrichter Laurin Titze übrigens sechs Mal den gelben Karton gezückt.

Auf der anderen Seite zirkelte Talha Demir einen Eckball auf die Lattenoberkante des Duisburger Tores (31.). Danach setzte sich Zissis Alexandris nach einem Pass von Robin Müller im Zweikampf durch, schoss den Ball aber aus 18 Metern am linken Pfosten vorbei (35.). Und dann kam Weber nach einer Hereingabe von Stefan Schaumburg nicht richtig zum Kopfball (37.). Es war die beste Phase der Platzherren in der ersten Halbzeit, gleichwohl blieben die Duisburger gefährlich. Nach einer schönen Kombination über mehrere Stationen klärte Robin Müller im letzten Moment im eigenen Strafraum gegen Kaya. Vergeblich forderten die Gäste-Fans in dieser Szene einen Elfmeter. Den gab der Unparteiische kurz vor dem Pausenpfiff für die Hildener, als FSV-Torhüter Laroshi an der Grenze des 16-Meter-Raumes Pascal Weber zu Fall brachte. Talha Demir verwandele den Strafstoß sicher ins linke untere Eck zur 1:0-Führung des VfB 03. Kurz danach ging es für beide Mannschaften in die Kabine.

  • Fussball : VfB Hilden erkämpft sich Remis

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie spannend. Beide Mannschaften kämpften um jeden Zentimeter Boden, gleichwohl war von guten Offensivszenen zunächst nichts zu sehen. Das änderte sich erst, als Kaya von der linken Seite abzog und sich VfB-Schlussmann Marvin Oberhoff ganz lang machen musste, um den Ball abzuwehren (61.). Drei Minuten später trat Demir an der linken Seite des Duisburger Strafraums zum Frei­stoß an, doch Adnan Laroshi parierte den strammen Schuss. Dann flankte Schaumburg auf den langen Pfosten, wo Alexandris lauerte. Dessen Versuch entschärfte die Duisburger Abwehr in Billard-Manier: Der Ball prallte von einem Bein ans nächste, ehe er endgültig aus der Gefahrenzone befördert wurde. Mit seinem letzten Freistoß scheiterte Demir erneut am aufmerksamen Laroshi, der per Faustabwehr klärte.

„Der Sieg war nicht schön, aber wertvoll“, erklärte Marc Bach. „Am Ende der Hinrunde haben wir jetzt 21 Punkte und sind in dem Bereich, der zum Klassenerhalt reichen sollte. Aber nach den heutigen Ergebnissen bleibt es da unten schön muckelig“, konstatierte der Coach des VfB 03.