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VfB 03 Hilden freut sich auf Tabellenführer SV Straelen

Fußball : VfB 03 freut sich auf den Tabellenführer

Die Hildener Fußballer sehen das Duell am Samstag gegen den SV Straelen als Chance, sich für die bittere Niederlage in Schonnebeck zu rehabilitieren. Zumal die Mannschaft von Marc Bach auf eigenem Kunstrasen noch ungeschlagen ist.

VfB 03 Hilden – SV Straelen. Nach der überraschend hohen Niederlage bei der SpVg. Schonnebeck wartet auf die Fußballer des VfB 03 bereits die nächste Herausforderung. Bereits am Samstag (16 Uhr) empfangen die Hildener Oberliga-Spitzenreiter SV Straelen an der Hoffeldstraße. Eine Begegnung, in der auf dem Papier die Favoritenrolle klar verteilt ist. Doch mit dem Part des Außenseiters kommen die Platzherren gut klar, erwarten sie doch einen spielerisch starken Gegner – und das macht die Sache für die Mannschaft von Marc Bach etwas einfacher.

In den letzten beiden Begegnungen hütete Bastian Sube das Hildener Tor, da Marvin Oberhoff aus beruflichen Gründen passen musste. Für den 27-Jährigen, der bislang lediglich im Pokal zum Einsatz kam, hielt der Ausflug ins Meisterschaftsgeschehen ein Wechselbad der Gefühle bereit. Nach dem 5:0-Heimsieg über die Sportfreunde Niederwenigern gab’s viel Lob, auch für den Keeper, der seinen Kasten sauber hielt. Nur fünf Tage später musste er jedoch bei der 1:5-Niederlage in Schonnebeck gleich fünf Mal hinter sich greifen.

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„So ist das als Torwart“, nimmt es Sube gelassen, weiß aber auch: „Klar, als Mannschaft fühlt sich das nicht so gut an, zumal es völlig unnötig war. Vier Tore haben wir selbst eingeleitet, weil es Abstimmungsfehler in der Defensive gab.“ Doch der Schlussmann führt aus, dass über Sieg und Niederlage auch Kleinigkeiten entscheiden. „Wir haben gut angefangen und hätten wir das Tor gemacht, wäre die Partie anders ausgegangen, denn auch die Schonnebecker Abwehr war nicht sattelfest“, sagt Sube und fügt dann noch hinzu: „Es gibt eben auch solche Tage – wir haben es ihnen einfach gemacht. Auch die rote Karte hat da mitgespielt, dabei waren wir mit einem Mann weniger die bessere Mannschaft.“

Gerade wegen der bitteren Abfuhr in Schonnebeck sieht Sube nun die Aufgabe gegen Tabellenführer SV Straelen als Chance an, „etwas mitzunehmen“. Das letzte Duell Ende März 2018 endete 1:1, sechs Monate zuvor überraschte der VfB 03 sogar mit einem 1:0-Sieg in Straelen. „Auf unserem Kunstrasen ist die Chance größer als auf dem Naturrasen in Straelen. Vielleicht können wir uns ja gegen einen scheinber übermächtigen Gegner rehabilitieren“, stellt Sube fest, der wegen eines länger feststehenden privaten Termins diesmal nicht im Kasten steht. „Damals war noch nicht bekannt, dass das Spiel auf Samstag vorgezogen wird“, erläutert er.

Nach der Klatsche am Freitagabend in Schonnebeck gab Marc Bach der Mannschaft das Wochenende komplett frei. Dafür trainierte das Team am Montag, der sonst für die Regeneration eingeplant ist. In der Videoanalyse kam der VfB-Trainer zu der Erkenntnis: „Alle fünf Tore haben wir durch haarsträubende Fehler selbst verschuldet. Und die rote Karte für Moulas Konstantinos war keine.“ Der Platzverweis für den 21-Jährigen hat Folgen, denn aufgrund der Sperre muss der Coach die Innenverteidigung umstellen. Wahrscheinlich rückt Justin Härtel von der rechten Seite der Abwehrkette auf seine Lieblingsposition zurück. Und dann bietet sich für Nick Sangl die Möglichkeit, als rechter Verteidiger gegen Aram Abdelkarim und Co. kämpferisch Akzente zu setzen.

Der Respekt vor dem Regionalliga-Absteiger ist in jedem Fall groß. „Straelen hat jede Menge Erfahrung im Kader, das ist eine ganz andere Qualität“, sagt Bach und unterstreicht mit Blick auf die vielen klangvollen Namen: „Das ist definitiv ein Regionalliga-Team.“ Gleichwohl stellt der VfB-Coach das eigene Licht nicht unter den Scheffel: „Zu Hause sind wir noch ungeschlagen. Wir freuen uns auf ein spannendes Spiel, das bei 0:0 beginnt. Und gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel haben wir bislang immer gut ausgesehen. Wir wollen uns also nicht verstecken.“ Bach nennt die Partie am Samstag ein „Bonusspiel“ und erklärt: „Wir wollen etwas mitnehmen.“ Aktuell beträgt der Vorsprung der Hildener auf die Abstiegszone sechs Punkte – und er soll keinesfalls weiter schrumpfen.