VfB 03 Hilden feiert Sieg über den 1. FC Kleve

Fußball: Talha Demir macht den Unterschied

Dank der Freistoßstärke des Mittelfeldakteurs schafft der VfB 03 Hilden zum Rückrundenauftakt die erhoffte Revanche gegen den 1. FC Kleve und besiegt den Oberliga-Rivalen mit 2:0. Nächsten Samstag geht es zur SSVg Velbert.

Der Auftritt von Marcel Elsner währte nur Sekunden. Kaum hatte der 24-Jährige für Zissis Alexandris den Kunstrasen an der Hoffeldstraße betreten, pfiff Schiedsrichter Torsten Schwerdtfeger die Begegnung ab. Grund zum Jubel hatte Elsner dennoch – über seine Rückkehr ins Oberliga-Team und den 2:0 (0:0)-Erfolg des VfB 03 Hilden gegen den 1. FC Kleve. Der Rückrundenauftakt war der Mannschaft von Marc Bach damit gelungen, entsprechend zufrieden blickte der Trainer nach dem Abpfiff drein. Zuvor allerdings schnellte sein Puls immer wieder hoch, denn die Gäste lieferten über weite Strecken einen offenen Schlagabtausch, vermochten zudem spielerisch zu überzeugen, ohne sich jedoch die ganz klaren Chancen zu erarbeiten. Hochkarätige Möglichkeiten der Hildener blieben ebenfalls rar gesät. Immerhin wussten sie aber bei Standardsituationen zu glänzen und hielten diesmal die Konzentration bis zum Ende hoch. „Wenn man das über 90 Minuten schafft, ist es ein gutes Oberliga-Spiel“, konstatierte Bach lächelnd.

Aus Hildener Sicht war es ein gutes Omen, dass kurz vor dem Anpfiff die Wolkendecke aufbrach und der strömende Regen ein Ende fand. Angesichts der widrigen Bedingungen kamen dennoch nur rund 100 Zuschauer. Sie verfolgten eine Begegnung, in der die Fußballer von Beginn an hohes Laufpensum boten – das aber vor allem zwischen den Strafräumen. Zu den sehenswerten Aktionen zählte der Schuss von Pascal Weber, der nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte aus 18 Metern direkt abzog, doch seinen Meister in Torhüter Bjarne Janßen fand, der im Nachfassen das Leder sicherte (28.). Der VfB 03 setzte auf lange Bälle und hohes Tempo. So kam ein weiter Abschlag von Keeper Marvin Oberhoff zu Schaumburg, der ihn gleich zu Talha Demir weiterleitete. Dessen Flanke von links ging jedoch ins Niemandsland.

Auf der anderen Seite hatten auch die Klever gefährliche Momente. So setzte sich Levon Kurikciyan über die linke Seite durch und passte quer zu Niklas Klein-Wiele. Glück für die Hildener, das der FC-Akteur in zentraler Position an der Strafraumgrenze das Leder nicht schnell genug unter Kontrolle bekam – letztlich lenkte Park Ilkwon seinen Schuss mit der Hacke ins Toraus (38.). In den letzten Minuten der ersten Halbzeit ging es rauf und runter. Zunächst kam Kurikciyan über die rechte Seite gefährlich vor den VfB-Strafraum, leistete sich dann aber einen vermeidbaren Fehlpass – und der Angriff verpuffte (43.). Beim Hildener Gegenstoß setzte Simon Metz von rechts Zissis Alexandris in Szene, doch es happerte an der Ballannahme des Stürmers. Und schon stürmten die Klever wieder nach vorne – im letzten Moment lenkte Fabian zur Linden die Kugel zur Ecke.

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Nach dem Wiederanpfiff schoss sich Talha Demir bei Standards allmählich warm. Seinen ersten Freistoß in der zweiten Halbzeit aus rund 27 Metern blockte die Abwehr ab (50.). Dann strich ein Eckball über den Klever Kasten (53.). Vier Minuten später scheiterte Demir dann mit einem Freistoß aus 20 Metern an der Mauer.

Zwischendrin kamen auch die Klever zu Chancen. Zunächst verpuffte ein Konter über Mike Terfloth (52.), Dann scheiterte Michel Wesendonk aus der Distanz (56.) und Robin Müller spitzelte im eigenen Strafraum in höchster Not Wesendonk den Ball noch vom Fuß (60.). „Ruhe bewahren“, rief Marc Bach seinen Spielern zu. Fünf Minuten danach jagte Demir einen Freistoß aus rund 25 Metern an der Mauer vorbei zur 1:0-Führung ins Klever Netz. Und in der Schlussphase zirkelte er einen Freistoß aus gut 30 Metern von halbrechts genau auf Zissis Alexandris, der per Kopfball das umjubelte 2:0 (83.) markierte.

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