VfB 03 Hilden blickt zuversichtlich auf Bocholt

Fußball : VfB 03 Hilden blickt zuversichtlich auf Bocholt

Die Mannschaft von Marc Bach geht entspannt in die letzten drei Hinrundenbegegnungen der Fußball-Oberliga.

1. FC Bocholt – VfB 03 Hilden. Für die Fußballer des VfB 03 beginnt mit der Partie in Bocholt die Kür der Oberliga-Hinrunde, denn das Soll haben die Hildener mit 20 Punkten bereits nach 14 Partien erfüllt. „Wir sind sehr zufrieden, denn es ist wichtig, dass wir so früh wie möglich die Punkte für den Klassenerhalt sammeln“, stellt Dennis Lichtenwimmer fest. Zugleich betont der Sportliche Leiter des VfB 03: „Wir haben das mit dem jüngsten Team der Liga geschafft.“ Gleichwohl will der aktuelle Tabellenneunte auch in den nächsten drei Begegnungen in Bocholt, gegen ETB SW Essen und in Kray noch Ernte einfahren. „Wenn wir vier Punkte holen, wäre ich zufrieden, fünf wären super, sechs top“, sagt Lichtenwimmer. Ähnlich geht Marc Bach die Rechnung an. „Vier bis sechs Punkte“ wären dem VfB-Trainer lieb, um noch vor Weihnachten eine Duftmarke zu setzen. „Unser Ziel ist, mit 26 bis 28 Punkten in die Winterpause zu gehen“, erklärt Bach, wohl wissend, dass schwere Aufgaben vor seinem Team liegen. Denn in den ersten beiden Begegnungen der Rückrunde warten die Derbys gegen den 1. FC Monheim und Ratingen 04/19, das gerade erst Trainer Alfonso del Cueto durch Frank Zilles ersetzte. Die Partie steigt übrigens schon am Samstag, 14. Dezember (15 Uhr) auf der Anlage an der Hoffeldstraße.

In der vergangenen Saison feierten die Hildener in Bocholt einen 4:0-Sieg. „Es wird nicht einfach, wieder so einen Husarenritt hinzulegen“, sagt Marc Bach. Im Rückspiel auf dem eigenen Kunstrasen behielt sein Team mit 5:2 die Oberhand. Der VfB-Coach warnt jedoch: „Bocholt ist in dieser Saison gefestigter, hat noch einmal Qualität draufgepackt.“ Auch das Spiel auf Naturrasen sei noch einmal etwas anderes. Zudem holte die Mannschaft von Manuel Jara in den letzten sieben Begegnungen 16 von 21 Punkten – fünf Siegen standen lediglich ein Remis und eine Niederlage gegenüber. Und dann ist da noch die angespannte personelle Lage des VfB 03. David Szewczyk unterzog sich am Freitag einer Knieoperation – die Ärzte diagnostizierten zwar keinen Kreuzbandrisse, aber einen erheblichen Knorpelschaden. Damit ist die Saison für den 19-Jährigen beendet. Dafür ist Justin Härtel (Muskelfaserriss) wieder einsatzfähig. Und auch Stefan Schaumburg (Fußprellung) konnte in dieser Woche schmerzfrei trainieren. Der zuletzt gesperrte Talha Demir kehrt in den Kader zurück, während Fabio di Gaetano nach seiner roten Karte drei Wochenenden pausieren muss und damit erst in der Partie in Kray wieder zur Verfügung steht.

Während Marc Bach mit seiner Mannschaft mittendrin ist im Kampf um den Klassenerhalt, richtet Dennis Lichtenwimmer den Blick bereits weiter nach vorne. Der Sportliche Leiter führte bereits die ersten Gespräche mit dem Trainerteam und Spielern, um Tendenzen abzuklopfen. Die Fragen: Wie ist die Entwicklung, wer aus der Jugend bietet sich an, welche Positionen sind noch offen? „Es ist immer schwierig, in die Glaskugel zu schauen, aber mit neun Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone ist es nicht verkehrt, schon einmal loszulegen.“ So stehen unter anderem Akteure aus der zweiten Mannschaft wie Rainer Gagel, Giovanni Spinella oder Joshua Schneider im Fokus. Im neuen Jahr steht außerdem Len Heinson (Kreuzbandriss) wieder zur Verfügung, dazu kehrt Nick Hellenkamp von seinem USA-Aufenthalt zurück. Der VfB 03 sieht sich also nicht unter Zugzwang, in der Winterpause neue Leute von auswärts zu holen, arbeitet vielmehr daran, die vielen verletzungsbedingten Ausfälle zu reduzieren. „Muskelverletzungen kann man selbst beeinflussen. Die Spieler haben es selbst in der Hand, eine vierte Einheit bei Opgenoorth zu machen“, erläutert der 29-Jährige und ergänzt: „Das ist auch eine Frage von Selbstdisziplin, von Ernährung und von genügend Schlaf.“

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