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Fußball: VfB 03 hat in Unterzahl das Nachsehen

Fußball : VfB 03 hat in Unterzahl das Nachsehen

Bereits nach 20 Minuten kassiert Dominik Donath die gelb-rote Karte. Danach kämpfen die Hildener Fußballer mit viel Leidenschaft, können den Spitzenreiter aber nicht stoppen, zumal der drei Elfmeter zugesprochen bekommt.

VfR Krefeld-Fischeln - VfB 03 Hilden 5:2 (2:2). Die beiden Oberliga-Kontrahenten lieferten sich gestern zumindest in der ersten Halbzeit einen offenen Schlagabtausch. Aus Hildener Sicht war das durchaus erstaunlich, denn die Gäste agierten ab der 22. Minute in Unterzahl. Ihrer Ansicht nach wollte Pascal Weber in höchster Not klären, als ein Krefelder dazwischenging. Schiedsrichter Jan Oberdörster entschied auf Elfmeter - und zückte zur Überraschung der Gäste die gelbe Karte für Dominik Donath. Eine aus VfBSicht umstrittene Entscheidung mit Folgen, denn Donath kassierte nur eine Minute zuvor bereits eine Verwarnung, musste deshalb jetzt mit der Ampelkarte vom Feld. Auf die Moral des VfB 03 drückte der Platzverweis nicht. Ganz im Gegenteil: Die Hildener warfen Leidenschaft und Kampfkraft in die Waagschale und stellten den Tabellenführer damit vor große Probleme.

Dabei schien der Spitzenreiter den Weg für den dritten Sieg hintereinander schon früh zu ebnen. Emre Özkaya setzte sich auf der linken Seite durch und beförderte den Ball zur Krefelder 1:0-Führung ins lange rechte Eck (8.). Doch der Treffer wirkte wie ein Wachruf. Zwei Minuten später vergab Stefan Schaumburg die erste Hildener Chance, als er aus 20 Metern am rechten Pfosten vorbeischoss. Kurz danach zirkelte der Mittelfeldakteur jedoch einen Freistoß vors Fischelner Gehäuse und Florian Grün drückte die Kugel zum 1:1 (15.) über die Linie. Vergeblich warten die Hildener dann auf einen Elfmeterpfiff, als gleich zwei Krefelder Jannik Weber im Strafraum umrissen (19.). Vier Minuten später folgte der Strafstoß auf der anderen Seite, den Kevin Breuer zum 2:1 (23.) verwandelte.

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Trotz Unterzahl forcierten die Gäste ihre Angriffsbemühungen. Erst jagte Schaumburg das Leder über die Latte (30.), dann schloss Pascal Weber einen Konter genau auf Torwart Halil Ibrahim Ozcelik (37.) ab. Auf der anderen Seite entschärfte Schlussmann Bastian Sube eine gefährliche Ecke von Breuer (38.). Danach nutzte Pascal Weber jedoch einen Steilpass zum unwiderstehlichen Sturmlauf über gut 30 Meter und markierte entschlossen das 2:2 (43.).

Nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung hart umkämpft. Zunächst versuchte es Pascal Weber aus der Distanz, aber Keeper Ozcelik parierte. Die Krefelder erhöhten den Druck. Nach einem Vorstoß über die rechte Seite war Bastian Sube jedoch auf dem Posten (60.). Erst eine Flanke von Kevin Breuer leitete den dritten Treffer der Gastgeber ein. Christos Pappas kam in der Mitte frei zum Schuss und erzielte das 3:2 (72.). Drei Minuten später gab der Unparteiische zum Entsetzen der Hildener erneut einen Elfmeter, als ein Fischelner im VfB-Strafraum zu Fall kam. Diesmal hielt Bastian Sube allerdings den Schuss von Kevin Breuer (75.). Der dritte Strafstoß für die Krefelder brachte schließlich die Entscheidung. Pappas ließ sich die Chance nicht entgehen und erhöhte auf 4:2 (81.). VfB-Trainer Georg Kreß hatte es da längst die Sprache verschlagen. Fünf Minuten vor dem Ende führte eine Ecke noch zum 5:2 durch Philip Reichardt. Für die Hildener war damit die zweite deutliche Niederlage im dritten Punktspiel besiegelt.

"In der ersten Halbzeit haben wir keine wirksamen Mittel gegen den VfB gefunden. Aber in der zweiten Halbzeit waren wir klar besser", stellte VfR-Coach Josef Cherfi fest. Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel behauptet seine Mannschaft die Tabellenspitze.

(RP)