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Fußball: VfB 03 fängt sich eine 1:6-Klatsche

Fußball : VfB 03 fängt sich eine 1:6-Klatsche

Ein frühes Eigentor leitet die Niederlage in der Partie beim Regionalliga-Absteiger SSVg Velbert ein. Der Treffer von Talha Demir lässt den Hildener Oberligisten nur kurz Hoffnung schöpfen.

SSVg Velbert - VfB Hilden 6:1 (3:1). Mit einer anderen Fußball-Welt sah sich der um den Oberliga-Verbleib kämpfende VfB 03 in Velbert konfrontiert. "Das war ein Klassenunterschied", wollte Toni Molina seiner Mannschaft nach der überaus klaren Abfuhr beim Regionalliga-Absteiger keine Vorwürfe machen. "Besser, wir verlieren einmal deutlich, als sechsmal mit nur einem Tor Unterschied", stellte der Hildener Trainer gelassen fest. Zumal sich sein Team durchaus gut verkaufte, in einigen Situationen aber glücklos agierte. Wie bei der schnellen Führung der Velberter. Da wollte Marcel Bastians nach einer Ecke den Ball zu Asterios Karagiannis schieben, doch der Abwehrchef erwischte den Schlussmann auf dem falschen Fuß - und der Ball kullerte ins leere Tor (12.).

Im weiteren Verlauf der Begegnung bekamen die Gäste aber auch die technische Überlegenheit des Kontrahenten deutlich vor Augen geführt. Im Aufbau leisteten sich die Hildener einen vermeidbaren Abspielfehler, den die Velberter zum direkten Gegenstoß nutzten - Hüzeyfe Dogan erhöhte auf 2:0 (30.). Vier Minuten später aber schöpfte die Molina-Elf wieder neue Hoffnung. Talha Demir, der in den vergangenen Partien bereits sein Potenzial andeutete, hämmerte einen Freistoß aus 28 Metern zum 1:2 in den Winkel. Es war aber nur ein kurzes Aufbäumen des Tabellenzehnten. Kurz vor der Pause brachte ein weiterer individueller Fehler nach einer Ecke den Platzherren das 3:1 (44.). "Den haut sich Asti selbst rein", sah Molina seinen Torhüter als Urheber an. Offiziell notierte Schiedsrichter Tobias Vogel allerdings Niklas Andersen als Schützen.

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In der Kabine schworen sich die Hildener auf einen Neuanfang in der zweiten Halbzeit ein. "Wir sind mit ganz viel Adrenalin raus, wollten das Ding umbiegen", berichtete Molina. Doch der VfB-Trainer staunte nicht schlecht, als sich auch der Velberter Hüzeyfe Dogan als exzellenter Freistoßschütze entpuppte und den Ball aus 30 Metern zum 4:1 (56.) unter die Hildener Latte jagte. "Unglaublich, aber das hat uns endgültig das Genick gebrochen", bekannte Molina. "Die haben dann ihre ganze Klasse ausgespielt."

Die englische Woche begann für die Fußballer des VfB 03 also mit einer kalten Dusche, doch bereits am Mittwoch (19.30 Uhr, Hoffeldstraße) können sie gegen den SC Kapellen-Erft Wiedergutmachung leisten. Deshalb laut die Devise von Toni Molina: "Diese Niederlage ist kein Beinbruch, deshalb sollten wir sie schnell abhaken. Der Gegner war uns eben haushoch überlegen." Wesentlich mehr beschäftigt den Trainer wieder die Frage, welches Personal er am Mittwoch überhaupt zur Verfügung hat, denn Pascal Weber knickte früh mit dem Fuß um und ging bereits nach einer Viertelstunde wieder vom Feld.

(RP)