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VfB Homberg — VfB 03 Hilden 4:2 (2:0): VfB 03 fährt mit leeren Händen nach Hause

VfB Homberg — VfB 03 Hilden 4:2 (2:0) : VfB 03 fährt mit leeren Händen nach Hause

Fußball-Oberligist Hilden fand den Termin ungewöhnlich – und Trainer Toni Molina das 2:4 beim VfB Homberg am Sonntagabend ärgerlich.

Fußball-Oberligist Hilden fand den Termin ungewöhnlich — und Trainer Toni Molina das 2:4 beim VfB Homberg am Sonntagabend ärgerlich.

Der Wirbel vorher war beträchtlich, denn der Fußball-Oberligist VfB 03 Hilden konnte mit dem Termin für die auf gestern Abend vorgezogene Partie in Duisburg so gar nichts anfangen. Das personell arg geschwächte Team von Trainer Toni Molina trat aber an, um möglichen Sanktionen durch den Verband aus dem Weg zu gehen — und irgendwie das Beste aus der Situation zu machen. Molina konnte nachher aber mit dem 2:4 (0:2) ebenfalls so gar nichts anfangen. "Ich bin echt froh, dass dieses Spiel nach dem ganzen Theater in der vergangenen Woche vorbei ist. Es war ein zerfahrenes Spiel und ein schlechtes Spiel — von beiden Seiten."

Eine der wenigen Höhepunkte brachte den Hausherren die Führung — und dem 1:0 (7.) durch Oguzhan Cuahzi konnte selbst Molina etwas abgewinnen: "Das hat er schön gemacht." Weniger ansehnlich entwickelte sich die weitere erste Halbzeit, in der sich Hilden das 0:2 von Almir Sogolj (29.) durch einen Augenblick des Tiefschlafs praktisch selbst einschenkte. Die beste VfB-Chance vor der Pause hatte Jannik Weber (39.), ehe der zweite Abschnitt mit einem weiteren Rückschlag begann. Sogolj durfte mit seinem zwölften Saisontreffer auf 3:0 (53.) für Homberg erhöhen. "Auch dieser Gegentreffer war völlig unnötig", urteilte Molina.

Es spricht für den Aufsteiger, dass er nicht aufgab. Die Hereingabe von Manuel Trebbin verpuffte noch ohne Wirkung (65.), doch einen Konter über Trebbin und Patrick Percoco krönte Robin Weyrather mit dem 1:3 (69.). Als Sven Röttgen neun Minuten vor dem Ende das 2:3 schaffte (81./vorher Freistoß Trebbin), schien plötzlich wieder ein Punktgewinn im Bereich des Möglichen zu liegen. "Ich hätte fast darauf gewettet, dass wir das 3:3 schaffen", meinte Trainer Molina, dessen Elf nun alles riskierte — und kurz darauf das entscheidende 2:4 (84.) hinnehmen musste. "Das Ergebnis ist echt ärgerlich", sagte der VfB-Coach, "als wir in der zweiten Halbzeit angefangen haben, Fußball zu spielen, sah das direkt viel besser aus."

Obwohl das Gesamt-Niveau der Partie eher unten anzusiedeln war, hatte Molina für die Elf ein Lob auf Lager — weil sie die zahlreichen Ausfälle (Verletzungen, Sperren, private Gründe) sehr anständig wegsteckte: "Mein Dank geht an die Spieler." Von sieben Akteuren, die aufgrund des neuen Termins eigentlich nicht da gewesen wären, hatten immerhin fünf ihre Pläne ändern können.

Insgesamt glaubt der Coach ohnehin, dass seine zuvor fünfmal hintereinander unbesiegte Elf mit der Pleite vernünftig umgehen wird: "Wir haben doch bis jetzt immer noch eine gute Saison gespielt. Diese Niederlage wird uns nicht umwerfen. Wir müssen allerdings aus unseren Fehlern lernen." Von Rang elf aus (24 Punkte) darf Hilden auch das Heimspiel am nächsten Sonntag (15 Uhr) gegen den Vorletzten PSV Wesel-Lackhausen mindestens einigermaßen zuversichtlich angehen. Eine Woche darauf kann der VfB 03 dann wieder pausieren, weil er die ursprünglich auf den 8. Dezember angesetzte Partie in Homberg jetzt schon hinter sich hat, Vielleicht wissen die Hildener wenigstens mit dem freien Wochenende was anzufangen.

(RP)