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Fußball: VfB 03 behauptet eine gute Position

Fußball : VfB 03 behauptet eine gute Position

Die Hildener Fußballer sind beim Oberliga-Vierten SV Hönnepel-Niedermörmter in der Außenseiterrolle. Trainer Toni Molina träumt dennoch von einem Sieg - und Abwehrchef Marcel Bastians hofft auf ein Geburtstagsgeschenk.

Hönnepel-Niedermörmter - VfB Hilden. Die Erleichterung war groß, als die Fußballer des VfB 03 auf eigenem Platz gegen Aufsteiger VfR Krefeld-Fischeln in der Schlussphase der Oberliga-Partie noch den Ausgleich schafften und damit auf dem Weg zum Klassenerhalt wenigstens einen weiteren Zähler einfuhren. Entsprechend harmonisch verlief anschließend die öffentliche Pressekonferenz, auch wenn die defensive Vorstellung der Hildener zuvor die Zuschauer nicht wirklich erfreute. Erst nach dem Abpfiff ging der Trainer volles Risiko. "Wir werden aus Hönnepel-Niedermörmter drei Punkte mitnehmen, damit wir dann den Klassenerhalt feiern können", verkündete Toni Molina vollmundig. Nicht nur Holger Reinders vernahm's mit Staunen. "Dann gibt's Du einen aus", sagte der 2. Vorsitzende des VfB 03 trocken.

Ein paar Tage später sieht die Fußball-Welt schon wieder ganz anders aus. "Das wird eine super schwere Aufgabe", erklärt Marcel Bastians. Der Co-Trainer fügt hinzu: "Wir rechnen uns durchaus Chancen aus, aber dann muss bei uns auch alles funktionieren." Der Blick auf die Auswärtstabelle schürt den Optimismus des Hildener Abwehrchefs, denn da nimmt seine Mannschaft Rang vier ein. Auf der anderen Seite aber glänzt der SV Hönnepel-Niedermörmter mit einer tadellosen Bilanz vor eigenem Publikum - in der Heimtabelle steht das Team von Georg Mewes ebenfalls auf Platz vier. Rein statistisch betrachtet ist es also eine Begegnung auf Augenhöhe. Gleichwohl lässt die Bilanz des VfB 03 in der Rückrunde Zweifel aufkommen. In zwölf Begegnungen holte die Molina-Elf gerade einmal 13 Punkte, Hö-Nie kam im gleichen Zeitraum jedoch auf 23 Zähler. Die Zuversicht der Gäste schürt aber auch die Rückkehr von Stefan Schaumburg - der 26-Jährige fiel zuletzt verletzt aus, stieg aber Anfang der Woche wieder ins Training ein.

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"Mit einem Punkt wäre ich zufrieden", gibt Marcel Bastians eine vorsichtige Prognose vor dem Duell beim Oberliga-Vierten ab. Insgeheim dürfte der Defensivstratege aber auf einen Sieg hoffen, wäre der doch das passende Geburtstagsgeschenk: Am Sonntag vollendet das Urgestein des VfB 03 nämlich sein 33. Lebensjahr. Mit fünf Jahren jagte Bastians das erste Mal im Hildener Klub dem runden Leder hinterher. Nur einmal war er dem Traditionsverein untreu. "In der A-Jugend hatte ich die Möglichkeit, mit Union Solingen eine Klasse höher in der Niederrheinliga zu spielen, und diese Chance wollte ich nutzen", berichtet er. Sechs Monate dauerte das Intermezzo - dann kehrte der Fußballer wieder zurück. "Der Verein hat mir nicht gefallen", sagt er kurz und bündig.

Mit dem VfB 03 erlebte Marcel Bastians Höhen und Tiefen. Und etliche Jahre agierte er als Kapitän der ersten Herrenmannschaft. Unter Trainer Peter Waldinger gelang der Durchmarsch von der Bezirks- in die Verbandsliga. Allerdings währte der Höhenflug nur zwölf Monate. Als Michael Kulm den Posten des Chefcoaches übernahm, stieg der Sport- und Fitnesstrainer im Landesliga-Team zum spielenden Co-Trainer auf, gab zugleich die Kapitänsbinde ab. Längst hat der 32Jährige für die Zeit nach der aktiven Karriere vorgesorgt. "Irgendwann will ich mal als Trainer arbeiten", betont Bastians, der im Besitz der A-Lizenz des Deutschen Fußball-Bundes ist.

In diesen Wochen liegt sein Augenmerk aber ganz auf seiner aktuellen Aufgabe in der Innenverteidigung. Eine Rolle, die ihm Spaß macht. "Man hat das Spiel vor sich, kann einwirken, von hinten dirigieren und Spielzüge einleiten", beschreibt er die Vorzüge der Abwehrarbeit. Bei Ecken oder Freistößen für die eigene Mannschaft rückt er aber gerne auch mal in die vorderste Reihe, um mit seiner Kopfballstärke vielleicht das entscheidenden Tor zu erzielen. Wie vor zwei Wochen beim 3:2Sieg über den MSV Duisburg II. "Wenn so ein besonders schöner Treffer gelingt, dann ist das natürlich eine super Sache", stellt er mit einem Lächeln fest.

(RP)