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Handball: Unitas will mit breiter Brust antreten

Handball : Unitas will mit breiter Brust antreten

Zuletzt überzeugten die Haaner Handballer zumindest in der zweiten Halbzeit gegen Borussia Mönchengladbach. An diesen Auftritt möchte der Oberliga-Neuling nun anknüpfen, um sich beim Spitzenreiter TV Aldekerk gut zu verkaufen.

TV Aldekerk - Unitas Haan. Als krasser Außenseiter treten die Unitas-Handballer am Montag (19.30 Uhr, Vogteihalle, Slousenweg 12) in Aldekerk an. Denn alles andere als eine klare Niederlage beim Oberliga-Spitzenreiter käme nach dem bisherigen Verlauf der Saison einer Sensation gleich. Von Druck kann daher diesmal keine Rede sein, auch wenn die Haaner endlich ein Erfolgserlebnis brauchen, um im Abstiegskampf bestehen zu können. Doch der Unterschied ist auf dem Papier einfach zu groß: Während Aldekerk bereits neun Siege eingefahren hat, gelang den Haanern das Kunststück bislang nur einmal. Zu wenig, um auf Dauer vom Klassenerhalt träumen zu können.

Ronny Lasch bleibt jedoch optimistisch. Seit zwei Wochen ist der bisherige Co-Trainer als Chefcoach im Amt und stellt fest: "Allmählich kommt in die Mannschaft ein gewisser Schwung hinein." Damit meint er auch die bessere Trainingsbeteiligung. "Fast alle sind jetzt dabei." Als Grund nennt er die Aufbruchsstimmung, die der gute Auftritt der Haaner in der zweiten Halbzeit der Partie gegen Borussia Mönchengladbach erzeugte. Immerhin entschieden die Unitas-Handballer diesen Durchgang mit 16:12 für sich.

"Dass wir nicht gepunktet haben, war letztlich auch Pech", ist sich Lasch mit seiner Mannschaft einig. Jetzt will der Aufsteiger den Aufwärtstrend ausgerechnet beim Tabellenführer fortsetzen. "Wir treten dort mit breiter Brust an, haben nichts zu verlieren", unterstreicht Lasch. Das Ziel: "Wir wollen diesmal weniger Fehler machen als in der ersten Halbzeit gegen Mönchengladbach."

Die Gründe für die bisherige Niederlagenserie sieht der Trainer als Kopfsache an. "Das ist einfach der Tabellensituation geschuldet. Die Spieler treten schon mit der Angst vor Fehlern an." Die Arbeit mit dem Sportpsychologen soll auf mentaler Eben bald Früchte tragen. Das Ziel: "Uns müssen gleich zu Beginn ein paar gute Aktionen gelingen, damit wir einen positiven Film in den Kopf bekommen." Allzu schnell ließen die Haaner zuletzt nach Fehlern die Köpfe hängen. Eine verbesserte Körpersprache ist daher gefragt - und die hängt laut Lasch oft auch von Kleinigkeiten ab. Einzelgespräche sollen daher helfen, Abhilfe zu schaffen. Viel mehr mag er nicht verraten. "Aus Respekt vor der Mannschaft", sagt er.

Sportlich gelang ein erster Schritt mit dem kurzfristig vereinbarten Trainingsspiel beim Drittligisten Neusser HV. "Zwei Drittel der Partie haben wir ein vernünftiges Niveau geboten, waren den Neussern ebenbürtig", berichtet Ronny Lasch. Der Unitas-Coach hofft, seiner Truppe wieder die nötige Lockerheit vermitteln zu können, mit der sie in der vergangenen Saison ungeschlagen den Aufstieg in die Oberliga schaffte. "Wir müssen wieder Spielwitz und Spielfreude reinbekommen", betont er. Und fügt hinzu: "Wir wollen uns wieder als Mannschaft präsentieren und als Team auftreten." Es ist der Weg der kleinen Schritte, der den Liga-Neuling wieder in die Erfolgsspur führen soll.

Bis auf den Langzeitverletzten Marco Krohm (Hüfte) hat Ronny Lasch wohl alle Mann an Bord. Einzig hinter dem Einsatz des grippekranken Monty Kreisköther steht noch ein kleines Fragezeichen.

(RP)