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Lokalsport: Unitas lädt zum Gipfelduell und Harztest

Lokalsport : Unitas lädt zum Gipfelduell und Harztest

In der Handball-Verbandsliga empfängt der Spitzenreiter den Tabellendritten TuS Lintorf. Mit einem Sieg wollen die Haaner ganz oben bleiben – und hoffen zugleich, dass sich auf Dauer auch eine Lösung für die Harzproblematik findet.

Unitas Haan – TuS Lintorf. Die Handball-Fans können sich heute Abend (18 Uhr) in der Halle Adlerstraße auf eine interessante Begegnung freuen, die zumindest für die Haaner eine richtungsweisende ist. Sportlich, aber auch mit Blick auf das Haftmittelverbot in der sanierten Halle. Denn das Duell des Verbandsliga-Spitzenreiters gegen den Dritten ist zugleich ein Test, inwieweit die Stadt Haan dauerhaft die Benutzung von wasserlöslichem Harz erlauben kann. Für die Unitas eine wichtige Entscheidung, um auch in Zukunft Spitzen-Handball in der Gartenstadt bieten zu können. Für Jörg Müller, der personell aus dem Vollen schöpft – auch Monthy Kreisköther steht nach abgelaufener Sperre wieder im Kader – ist der Test just in diesem Spiel jedoch nur von untergeordneter Bedeutung. "Das interessiert uns erst mal weniger – wir müssen alles außerhalb des Sportlichen ausblenden", sagt er mit Nachdruck. Will heißen: Seine Mannschaft soll den Fokus auf einen doppelten Punktgewinn legen, denn nur ein Sieg hilft den ambitionierten Haanern im Kampf um den Oberliga-Aufstieg weiter.

Der Respekt vor den Lintorfern ist aber groß. "Das ist eine junge, schnelle Truppe, die auch in dieser Saison wieder an der Spitze mitmischt", lobt Jörg Müller. Wohl wissend, dass das Gäste-Team sich mit einem völlig anderen Gesicht als noch in der vergangenen Spielzeit präsentiert. So wechselte Torhüter Sven Voigtländer zum TB Wülfrath, Philipp Hattig verabschiedete sich zu den Bergischen Panthern und Jonas Bagel hörte ganz auf. Neue Leistungsträger im Lintorfer Team sind jetzt der Rückraumlinke Lukas Haertler und Stefan Sossalla, der den Part im rechten Rückraum übernimmt. Allerdings fällt Sossalla vorerst wegen eines Handbruchs aus. Ganz so dramatisch schätzt Trainer Ralf Knigge, der erst in diesem Sommer vom TV Angermund kam, den personellen Verlust aber nicht ein. "Wir haben einen breiten Kader, in dem keiner die Hauptlast trägt", betont er. "Natürlich sind wir taktisch etwas limitiert, wenn er fehlt, aber wir machen das über die mannschaftliche Geschlossenheit", fügt er hinzu. Mit Mathis Friedrich steht zudem ein weiterer Neuzugang nach seiner Sperre im Kreispokal erstmals wieder zur Verfügung.

An der Rollenverteilung lässt Ralf Knigge trotz des momentan guten Tabellenplatzes keinen Zweifel. "Wir sind klarer Außenseiter", sagt er mit Nachdruck. "Mit den bisherigen acht Punkten können wir mehr als zufrieden sein." Knigge verweist auf die Neuformierung der Lintorfer Mannschaft. "Wir versuchen immer noch, uns zu finden. Bislang hat das Team es sehr gut gemacht, aber es gibt noch einiges zu verbessern." Saisonziel ist daher ein Platz im Mittelfeld, daher erklärt der TuS-Coach: "Wir freuen uns auf eine schöne Partie, die auch erst einmal gespielt werden muss, aber eine Niederlage würde uns nicht zurückwerfen." Fest steht aber, dass die Lintorfer es der Unitas nicht leicht machen werden. "Wir wollen die Haaner über 60 Minuten fordern", stellt Knigge fest.

(RP)