Handball: Unitas kommt auch in Ohligs nur zum Remis

Handball : Unitas kommt auch in Ohligs nur zum Remis

Nach dem erneuten Punktverlust können die Haaner nicht mehr entscheidend an der Spitze der Handball-Verbandsliga mitmischen.

Ohligser TV – Unitas Haan 28:28 (14:14). Mit dem Unentschieden in Ohligs verabschiedeten sich die Unitas-Handballer endgültig aus dem Aufstiegsrennen. Das weiß auch Jörg Müller. "Nach oben geht nichts mehr", stellte der Haaner Trainer nüchtern fest. Zumal der OTV im Verbandsliga-Duell über weite Strecken nicht schlechter war. Vor allem Ruben Heinrichsdorff brachte die Gäste immer wieder zur Verzweiflung, gerade wenn sie im Angriff ruhiger agieren mussten. "Unsere Torleute waren dagegen nicht in der besten Verfassung – in solch einem Spiel machen eben Kleinigkeiten den Unterschied aus", befand Müller kurz und bündig. Technische Fehler und Fehlwürfe trugen ihren Teil dazu bei, dass sich die Unitas keinen entscheidenden Vorteil verschaffen konnte.

Dabei fanden die Haaner zunächst gut in die Partie und lagen mit 5:3 (12.) vorne. Danach aber glichen die Ohligser zum 5:5 aus und übernahmen wenig später sogar mit 8:6 (18.) die Führung. In der Folge sahen die Zuschauer einen offenen Schlagabtausch – mit einem 14:14Remis gingen die Kontrahenten daher in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der OTV hellwach und zog schnell auf 19:16 davon. Diesen Vorsprung verteidigten die Gastgeber bis zum 23:20. Bis dahin verteidigten die Gäste in einer 5:1-Formation mit vorgezogener Spitze, um den Ballführenden zu attackieren. So hatte aber beispielsweise OTV-Kreisläufer Stefan Verholen zu viel Freiraum. Zudem liefen auch die Außen allzu oft unbedrängt ein.Jörg Müller stellte daher auf eine kompakte 6:0-Deckung um. Mit Erfolg, denn seine Mannschaft egalisierte zum 23:23 und übernahm kurz danach mit 26:24 (52.) das Kommando. Doch erneut stellten sich die Haaner selbst ein Bein. Ein Fehlwurf und zwei technische Fehler brachten den OTV zurück in die Partie. Beim 27:27 war das Duell wieder offen. 30 Sekunden vor dem Ende markierten die Unitas-Handballer die 28:27-Führung. Zehn Sekunden vor dem Abpiff traf jedoch Matthias Freund noch zum 28:28.

"Als wir in der Schlussphase mit zwei Toren geführt haben, mussten wir noch einen Treffer drauflegen und den Sack zumachen", erklärte Müller und bescheinigte seiner Truppe zum wiederholten Male mangelnde Cleverness. "Das ist schon ärgerlich. In verschiedenen Situationen in dieser Saison hat man gesehen, dass unserer Mannschaft ein Kopf fehlt, der das Spiel in der entscheidenden Phase in die Hand nimmt." Das Unentschieden nannte der Unitas-Coach "einen klaren Punktverlust". Andreas Brüser hingegen war zufrieden. "Die Jungs haben super in die Partie hineingefunden und dem Favoriten toll Paroli geboten. Es war für uns definitiv mehr möglich."

(RP)