Lokalsport: Unitas ist schon vor dem letzten Spiel glücklich

Lokalsport: Unitas ist schon vor dem letzten Spiel glücklich

Die Hinrundenbilanz des Handball-Oberligisten fällt positiv aus. Zum Abschluss geht es heute nach Oppum.

Im letzten Spiel des Jahres müssen die Handballer der Unitas Haan heute zum TV Krefeld-Oppum (19.45 Uhr, Scharfstraße) reisen. Im Idealfall könnten die Gäste, ein Sieg beim Tabellensechsten und Schützenhilfe des Kreisnachbarn Mettmann-Sport gegen HG Remscheid vorausgesetzt, als Tabellenzweiter in die kurze Winterpause gehen.

Allerdings muss die Mannschaft von Unitas-Trainer Kai Müller nach der Pleite gegen MTV Rheinwacht aufpassen, nicht das gleiche Schicksal wie oben die Krefelder zu durchleben. Denn Oppum hatte bis zum Treffen auf den Ligaprimus mit 8:0 Punkten den zweiten Platz inne. Nach dem Duell gegen Dinslaken, das verloren ging, rutschte der TVO mit zwei weiteren Niederlagen bis auf den sechsten Platz ab. "Weder werden wir durch eine Niederlage in Oppum unsere bisherigen Leistungen in Frage stellen, noch werden wir uns von einem Sieg blenden lassen und uns Träumereien hergeben", betont Müller. Er will völlig unvoreingenommen in die Partie gehen und verrät dann mit Blick auf die Tabelle, warum er mit seinem Team ergebnisunabhängig von einem positiven Saisonverlauf sprechen könnte: "Die Tabelle ist ja mittlerweile keine Momentaufnahme. Das hat schon seine Berechtigung, dass sie so ist, wie sie gerade ist. Daran kann jeder seine bisherigen Ergebnisse selbst werten und beurteilen. Das tun wir auch. Werden es aber nicht von einem Spiel abhängig machen."

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Dem engagierten Coach ist bewusst, dass seine Jungs in Krefeld viel Laufbereitschaft zeigen müssen. Eine große Herausforderung wird für die Haaner sein, auf der einen Seite die unkonventionell agierende Deckung der Gastgeber in Bewegung zu bringen und auseinanderzureißen, gleichzeitig aber in der eigenen Abwehr die effektiven Spiele über und mit dem Kreis zu verhindern.

"Eine schwierige Kiste wird es sowieso", sagt Müller, der befürchten muss, dass seine ohnehin nicht große Personaldecke noch spärlicher werden könnte. Hinter dem Konterspezialisten Marcel Billen, der die ganze Woche krankheitsbedingt nicht trainieren konnte, steht ein großes Fragezeichen. Aber auch davon lässt sich der Coach, der die positive Entwicklung des Vereins im letzten Jahr weiter vorantreibt, nicht beirren. Schließlich zeigt der Blick auf die Tabelle, dass man es auch nicht muss.

(erd)