Unitas Haan spielt jetzt auch Homberg schwindelig

Handball : Unitas Haan spielt jetzt auch Homberg schwindelig

Durch den vierten Saisonsieg klettert die Mannschaft von Kai Müller in der Handball-Oberliga auf den siebten Tabellenplatz.

VfB Homberg – DJK Unitas Haan 21:34 (13.16). Die Unitas-Handballer kommen allmählich ins Rollen. Nach dem eindrucksvollen Erfolg beim TSV Aufderhöhe lieferte die Mannschaft von Kai Müller jetzt auch beim VfB Homberg eine unerwartet starke Vorstellung. Für den Trainer kommt die Entwicklung nicht überraschend. „Allmählich finden wir doch in den Rhythmus – bei einer ordentlichen Vorbereitung hätte das schon früher geklappt. Jetzt greifen die Automatismen, die wir vorher noch nicht zur Verfügung hatten“, erklärte der Haaner Trainer. Handballerisch passt es also wieder. Dazu spielten die Gäste ihre konditionelle Überlegenheit aus. „Vielleicht hat es ja genutzt, dass wir im Sommer Leichtathletik-Training gemacht haben“, stellt Müller fest – und leise Ironie schwingt zwischen seinen Worten mit.

Der Kantersieg in Aufderhöhe gab den Unitas-Handballern offenbar das notwendige Selbstvertrauen. Bereits in der ersten Halbzeit dominierten sie die Begegnung über weite Strecken, allerdings drückte sich das noch nicht so deutlich im Ergebnis aus. Vielmehr lagen die Homberger mit 7:4 (14.) vorne, ehe die Haaner Offensive nach und nach auf Touren kam. Marcel Billen und Florian Schlierkamp (2) glichen zum 7:7 aus. Beide kamen am Ende auf jeweils neun Tore und erzielten damit über die Hälfte der Unitas-Treffer. Bis zum 10:10 boten die Gastgeber noch Paroli. Danach neigte sich die Waagschale allmählich zugunsten der Unitas, die mit einer 16:13-Führung in die Pause ging.

In der zweiten Halbzeit hatten die Homberger dem Haaner Angriffswirbel nicht mehr viel entgegenzusetzen. Innerhalb von fünf Minuten zog das Müller-Team von 17:14 (33.) auf 21:14 (38.) davon. Durch den nächsten Zwischenspurt erhöhten die Gäste ihren Vorsprung auf acht Tore (42.). Beim 15:23-Rückstand nahm VfB-Coach Sascha Thomas eine Auszeit und stellte auf eine offensivere Deckung um. Eine Maßnahme, die gegen die agilen Haaner nicht fruchtete. Vor allem die flinken Schlierkamp und Billen nutzten nun den sich bietenden Raum zu Toren aus dem gebundenen Spiel. Auf der anderen Seite erhöhte die Unitas mit einer 5:1-Abwehrformation den Druck auf die Homberger – und die schnellen Ballgewinne münzten vornehmlich Billen und Schlierkamp in erfolgreiche Tempogegenstöße um. Nach der 24:18-Führung (46.) setzten sich die Haaner auf 30:18 (55.) ab.

Ein Sonderlob erhielt auch Rückraum-Akteur Lennard Austrup. „Es gab die klare Ansage, mehr Abschlüsse zu nehmen“, erklärte Kai Müller und fand: „Jetzt treffen die Jungs wieder die richtigen Entscheidungen.“

Unitas Haan: Joest, Seher – Korbmacher (3), Schlierkamp (9), Austrup (4), N. Blau, Billen (9), Kordes, Mohrmann (2), Thomé, Golcec, M. Blau, Jahn (2/1), Schusdzarra (5).