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Unitas Haan kommt noch nicht vom Fleck

Handball : Unitas Haan kommt noch nicht vom Fleck

Die zu kurze Vorbereitung macht dem neu formierten Oberliga-Team ebenso zu schaffen wie der Ausfall wichtiger Leistungsträger mit der notwendigen Erfahrung. Das nächste Heimspiel ist erstmals wieder am Sonntag um 11.15 Uhr.

DJK Unitas Haan – VfB Homberg. Erstmals in dieser Saison treten die Haaner Handballer in der Halle an der Adlerstraße zum Heimspieln an. Eine Partie, die vor rund 100 Zuschauer steigt und vor allem für Frühaufsteher von Interesse ist. Denn der Anpfiff erfolgt erstmals wieder sonntags um 11.15 Uhr. Eine Zeit, die sich in vielen Regionalliga-Jahren bewährt hat und der Unitas zu einer neuen Identifikation mit den Fans verhelfen soll.

„Für mich war das Spiel am Samstagabend immer viel zu spät – da war ich schon wieder müde“, bekennt Raphal Korbmacher, der sich auf die veränderte Heimspielstruktur freut. Allerdings ist der 23-Jährige aktuell noch zum Zuschauen verurteilt. Fünf Wochen ist es her, dass sich der Rückraumakteur einen Anriss des Syndesmosebandes im Sprunggelenk zuzog. Eine Verletzung, die auch der langen Corona-Zwangspause geschuldet ist. „Fünf Monate war ich die Belastung nicht mehr gewohnt, und wenn man dann wieder einsteigt, passiert so etwas“, stellt er zerknirscht fest.

Spät entschloss sich Korbmacher, im Gegensatz zu Spielern wie Lennard Austrup oder Torhüter Tobias Joest, der Unitas in schwieriger Zeit die Treue zu halten – und muss nun tatenlos von außen zusehen, wie sich das aktuell stark dezimierte Team in der Meisterschaft noch sehr schwer tut. „Die Jungs haben gekämpft und sich Mühe gegeben, halten 40 bis 50 Minuten mit, brechen aber dann ein. In Lobberich wollten sie genau das verhindern, haben es aber wieder nicht geschafft“, analysiert er die ersten Begegnungen.

Wann kann er selbst wieder eingreifen? Eine Frage, die Korbmacher nicht beantworten kann. „Ich schaue mal. Wenn es nächste Woche geht, werde ich wieder ins Training einsteigen. Ein Spiel kommt aber noch zu früh“, sagt er und berichtet: „Ich bin drei Wochen an Krücken gegangen, das war einfach ätzend. Wenn ich jetzt lange stehe oder sitze, schießt das Blut ins Bein und ich muss es hoch lagern. Ich habe aber letzte Woche wieder angefangen, den Oberkörper fit zu halten.“ Zwischen den Worten wird deutlich, wie sehr ihn das verordnete Nichtstun frustriert. „Ich finde die Mannschaft sehr gut, auch menschlich, und glaube, dass es richtig Spaß macht. Gerade als das Training wieder begonnen und ich endlich wieder einen Ball in der Hand hatte, habe ich mich verletzt. Dabei habe ich schon Bock auf Handball und wäre gerne dabei.“ Seine Erkenntnis: „Handball ist eine hohe Belastung und wenn man das sechs Monate nicht macht, dann ist es erst einmal hart für den Körper.“ Daher übt sich der 23-Jährige noch in Geduld, macht Stabilisierungs- und Gleichgewichtsübungen, um den Anschluss zu finden und „damit das Verletzungsrisiko nicht so hoch ist“. Mitte Oktober hofft er, über kürzere Einsatzzeiten wieder reinzufinden.

Am Sonntag drückt Korbmacher von der Tribüne aus die Daumen. Der VfB Homberg ist ein Gegner, den er nicht einzuschätzen vermag. „Ohne Harz zu früher Uhrzeit in der Halle an der Adlerstraße – das ist ein Vorteil. Es ist schon etwas drin für uns“, sagt er nachdenklich.

Info der Unitas: Es gibt keine Parkmöglichkeiten in direkter Umgebung der Halle. Frühzeitiges Erscheinen ist erwünscht, um beim Einlass größere Ansammlungen kurz vor dem Anpfiff zu vermeiden. Wer mit anderen zusammen sitzen möchte, sollte mit diesen Personen auch gemeinsam erscheinen.