Handball: Unitas fühlt sich auf Rang drei sehr wohl

Handball: Unitas fühlt sich auf Rang drei sehr wohl

Die Haaner Handballer wollen den guten Platz bis zum Saisonende verteidigen. Ein Sieg heute Abend über die abstiegsgefährdete SG Überruhr ist deshalb das Ziel. Zumal der Kader des Oberligisten wieder gut gefüllt ist.

Unitas Haan - SG Überruhr. Mit einem Heimspiel läuten die Unitas-Handballer den Endspurt in der Oberliga ein. Ihr Ziel? "Wir wollen den dritten Platz halten", sagt Jurek Tomasik. Der Haaner Trainer brachte eine Saison mit Tiefen und Höhen hinter sich. Nach dem schwachen Abschneiden in der vergangenen Spielzeit hatte der Coach Mühe, eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen - und die zu einer echten Mannschaft zu formen. Die anfänglichen Probleme sind längst überwunden, und weil die Unitas gerade im neuen Jahr fleißig Zähler sammelte, zählt sie auf der Zielgeraden zu den Überraschungen dieser Meisterschaftsrunde. "Wir schreiben wieder positive Schlagzeilen", hebt Tomasik das Erreichte hervor. Der Erfolg dokumentiert sich auch in den Neuzugängen, die bereits für die nächste Spielzeit feststehen. "Die Unitas ist wieder eine gute Adresse", freut sich Tomasik, auch wenn er die Früchte nicht selbst ernten kann. Zu verlockend war wohl das Angebot der SG Langenfeld und die Aussicht, noch einmal in der Dritten Liga als Coach zu agieren.

Der Wechsel, der frühzeitig feststand, wirkte sich jedoch nicht auf die Leistung der Haaner Mannschaft aus. Vielmehr arbeitete Tomasik in den vergangenen Monaten akribisch daran, dem Team seine Philosophie zu vermitteln. Und die basiert vor allem auf einer kompakten Abwehr. Die Deckung soll sich nun auch gegen Viertletzten Überruhr bewähren. Viel hängt aber davon ab, wie die Haaner die zweiwöchige Pause verkraftet haben. "Ich bin selbst gespannt, wie wir aus den Startlöchern kommen", sagt Tomasik. Der Trainer ist jedoch die Ruhe in Person. "Wir sind jetzt in einer Situation, in der wir relativ stressfrei an die Sache herangehen können", stellt er fest. Auf der anderen Seite sieht er die Essener unter Zugzwang. Denn trotz einer Erfolgsserie haben die Überruhrer die Abstiegsgefahr noch nicht gebannt. In den vergangenen vier Begegnungen holten sie allerdings sieben von acht möglichen Punkten und stehen damit nun erst einmal in der sicheren Oberliga-Zone. Allerdings beträgt der Vorsprung auf Schlusslicht Aufderhöhe lediglich einen Zähler - ein Ruhekissen ist das wahrlich nicht. Deshalb rechnet Tomasik mit starker Gegenwehr der Gäste. Zumal sie sich Anfang Februar mit dem Ex-Haaner Lars Krüger verstärkten. "Inzwischen haben sie sich ganz gut stabilisiert. Das wird kein einfaches Spiel", konstatiert Tomasik.

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Im vorletzten Heimspiel dieser Saison kann der Unitas-Coach heute Abend (19.30 Uhr, Adlerstraße) auf einen gut gefüllten Kader bauen. Mit Markus Witkowski, Anthony Pistolesi und dem wieder fitten Domagoj Golec hat Tomasik seine gesamte lange Garde zur Verfügung. "Das ist ganz wichtig, da kann man ganz anders agieren", freut er sich über die taktischen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Und auch dem angeschlagenen Thomas Sorgnit tat die Pause zweifellos gut.

(RP)