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Handball: Unitas erwartet ein heißes Derby

Handball : Unitas erwartet ein heißes Derby

Die Partien gegen den TSV Aufderhöhe sind immer spannend bis zur letzten Minute. Im letzten Heimspiel dieses Jahres wollen die Haaner Oberliga-Handballer einen Sieg einfahren, um den Anschluss ans obere Tabellendrittel zu halten.

DJK Unitas Haan - TSV Aufderhöhe. Für die Haaner steht heute Abend (19.30 Uhr) in der Halle an der Adlerstraße ein Derby der besonderen Art an. Das liegt nicht nur an der nachbarschaftlichen Nähe, sondern auch an der Besetzung der Mannschaften - in beiden stehen Spieler, die in Solingen beheimatet sind. Das gilt auch für Jurek Tomasik, den Trainer der Unitas. "Das wird ein emotionales Spiel", sagt er. "Es hat einen gewissen Reiz und keiner will verlieren." Das gilt auch mit Blick auf die Tabellenlage, denn die beiden Kontrahenten sind punktgleich mit den Teams von Mettmann-Sport und der HSG Wesel. Heute Abend entscheidet sich also, wer den Anschluss ans obere Tabellendrittel hält und wer sich erst einmal weiter hinten anstellen muss.

Für die Haaner ist es zugleich die letzte Heimpartie in diesem Jahr, und da wollen sie sich ihren Fans noch einmal von ihrer besten Seite präsentieren. Die Derby-Atmosphäre trägt ihren Teil zur Motivation bei. "Man freut sich auf so ein Spiel", betont Tomasik. Zugleich weiß er, dass alle Beteiligten ihre Nerven im Griff haben müssen, damit es am Ende zum Erfolg reicht. "Die Tagesform ist entscheidend, ob man sich oben behauptet oder ins Mittelfeld abrutscht", erklärt der Unitas-Coach. Zu hoch will er die Messlatte aber nicht hängen. "Das darf man nicht von einem Spiel abhängig machen", sagt er. "Wir wollten uns lediglich stabilisieren, und dafür läuft es schon ganz gut."

Auch Thomas Sorgnit sieht der Begegnung zuversichtlich entgegen. Die klare Niederlage gegen Spitzenreiter Königshof vor einer Woche hat die Mannschaft schnell abgehakt. "Wir haben ganz gut trainiert, und auch die Beteiligung war ganz gut", berichtet der Haaner Kapitän. Die Stärken des TSV sieht er ähnlich wie bei der Unitas. "Bei denen läuft viel über den Zusammenhalt. Zwar haben sie ein paar Leute im Team, die schon höher gespielt haben, aber ein Einzelner kann das Spiel nicht gewinnen", führt Sorgnit aus. Zudem können die Gastgeber fast aus dem Vollen schöpfen - auch wenn Dawid Rosiak (Knorpelschaden im Knie) gestern Abend seinen Ausstand gab. Markus Witkowski ist nach überstandenem Magen-Darm-Infekt wieder an Bord. Weiterhin fehlt allerdings Monty Kreisköther - das hintere Kreuzband im Knie ist angerissen.

Die Unitas-Handballer hoffen heute auf eine volle Halle, zumal Aufderhöhe immer auch die eigenen Anhänger mobilisiert. Auch das könnte beide Kontrahenten zur Top-Leistung treiben. Vermutlich treten die Solinger heute aber ohne Frank Berblinger an. 44 Mal traf der Linkshänder in dieser Saison bereits für den TSV, führt damit die Torjägerliste an. Jetzt aber übernahm der 38Jährige als Nachfolger von Braco Sladakovic den Verbandsligisten TuS Wermelskirchen. Als nicht minder gefährlich stuft Tomasik jedoch auch die beiden Zulauf-Brüder ein. "Man kennt sich, weiß, was zu erwarten ist", will sich der Haaner Trainer aber nicht weiter in die Karten schauen lassen.

(RP)