Lokalsport: Unitas braucht wieder mehr Emotionen

Lokalsport: Unitas braucht wieder mehr Emotionen

Der Handball-Oberligist will auch im Saison-Endspurt überzeugen. Heute geht es zum gefährdeten SV Neukirchen.

Im Spiel beim Drittletzten SV Neukirchen treffen die Oberliga-Handballer von Unitas Haan heute Abend (18 Uhr) wieder auf ein Team, das noch um den Klassenerhalt kämpft und daher jeden Punkt benötigt. "Die Ausgangslage ist so wie in den beiden vergangenen Spielen auch. Neukirchen ist eine Mannschaft, die alles geben wird, um sich zu belohnen", sagt Unitas-Trainer Kai Müller. Der Coach rät seinen Spielern, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren - die sie im Laufe der Saison mit 24:16 Punkten auf den aktuellen fünften Rang gebracht haben. Zuletzt gab es neben einer 23:31-Pleite beim Vorletzten HSG Wesel einen 29:22-Sieg über den Vorletzten TuS Lintorf.

"Wir müssen versuchen, über eine ordentliche Abwehr heraus zu unserem Tempospiel zu finden", betont Müller, er offensichtlich ziemlich klare Erwartungen an die Gäste hat. Spielerisch hält der Haaner Coach die Neukirchener für keinen schlechten Kontrahenten, der in Thomas Pannen immerhin über einen echten Teamleader verfügt. Der 34-Jährige, früher Torschützenkönig in der der Regionalliga, ist mit 82 Toren hinter dem überragenden Philipp Peich (123) der beste Werfer seiner Mannschaft.

Müller wünscht sich, dass sein Team diesmal von Beginn an mit etwas mehr Emotionen in die Begegnung geht als zuletzt: "Da waren wir noch etwas zurückhaltender - warum auch immer." Mit dem bisher Erreichten will sich der Unitas-Coach im Saison-Endspurt ohnehin auf keinen Fall zufrieden geben. "Es wäre doch schön, wenn wir unsere aktuelle Platzierung stabilisieren oder gar verbessern könnten", findet Müller, der die Unitas nach gut drei Vierteln der Serie 2017/2018 in einer guten Ausgangslage sieht.

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Nach der Pause über Ostern stehen für die Haaner noch einige schwierige Spiele auf dem Programm - und insgesamt ist den Verantwortlichen des Oberligisten die Zielgerade ähnlich wichtig wie der Start in eine Saison. Gegen den TV Angermund (14. April), beim MTV Rheinwacht Dinslaken (22. April), gegen den TV Krefeld-Oppum (28. April), beim TV Aldekerk II (5. Mai) und gegen Mettmann-Sport (12. Mai) müssen die Haaner dann zeigen, ob sie den Erwartungen gerecht werden können. Im durchaus engen Feld sind weder der dritte Rang (Borussia Mönchengladbach/27:13 Zähler) noch der achte Platz weit weg (Mettmann-Sport/22:18).

Personell muss Müller in Neukirchen lediglich weiter auf den verletzten Christian Mohaupt verzichten, der erst nach den Osterferien wieder für die Unitas auflaufen soll. "Sonst dürfte keiner so krank sein, dass er nicht mitspielen kann", erklärt Müller zuversichtlich.

(erd)