Handball: Unitas braucht wieder hundert Prozent

Handball: Unitas braucht wieder hundert Prozent

Der Spitzenreiter der Handball-Oberliga tritt beim gefährdeten SV Neukirchen an. Trainer Kai Müller warnt sein Team.

Nach dem überragenden Sieg im Spitzenspiel gegen die HG Remscheid in der Vorwoche ist die Stimmung beim Handball-Oberligisten DJK Unitas Haan ausgezeichnet. Das Team von Trainer Kai Müller wies den Titel-Konkurrenten klar mit 33:25 in die Schranken und hält weiter Kurs auf die Regionalliga. Die Unitas (30:8 Zähler) hat zwei Zähler mehr als Remscheid (28:10) und zusammen mit dem 34:28 aus der Hinrunde den am Ende bei Punktgleichheit entscheidenden direkten Vergleich ebenfalls auf seiner Seite. „Das Spiel tat gut. Wir haben Selbstvertrauen getankt und ich hoffe, dass die Jungs wieder mit einer etwas breiteren Brust auftreten“, sagt Müller. Vor der Karnevalspause war sein Team drei Spiele hintereinander sieglos geblieben.

Der ehrgeizige Trainer bleibt aber trotz aller Freude fokussiert und er weiß, wie schwierig die nächste Aufgabe wird: „Es geht wieder von vorne los. Wir brauchen wieder hundert Prozent, um den nächsten Sieg einzufahren.“ Von der Tabellensituation her sind die Haaner am Samstag um 18 Uhr beim gefährdeten Zehnten SV Neukirchen klar in der Favoritenrolle, denn die Hausherren trennt nur ein Punkt vor dem ersten Abstiegsplatz. Müller warnt: „Der Gegner brauch jeden Punkt für den Klassenerhalt und er hat gegen den Tabellenführer nichts zu verlieren.“

Deshalb rechnet der Unitas-Trainer mit einem mutigen Auftritt der Gastgeber, dessen Mannschaft den Kontrahenten noch genau kennen müsste. Weil das Hinrunden-Spiel aufgrund der Handball-WM verlegt werden musste, war Neukirchen erst Ende Januar zu Gast in der Sporthalle Adlerstraße – und es gab einen klaren 36:27-Sieg der dominierenden Haaner. Unterschätzen darf derKlassenprimus die Mannschaft von Trainer Christian Wetteborn allerdings nicht, zumal Phillipp Peich und Thomas Pannen zwei der torgefährlichsten Werfer der Liga sind. Peich etwa war vor wenigen Wochen alleine 16 Mal gegen die Unitas erfolgreich.

„Wir brauchen die gleiche Leidenschaft und das gleiche Engagement wie gegen Remscheid, um zu bestehen und die Tabellenspitze weiter zu verteidigen“, betont Müller, der auf der anderen Seite allerdings auch Selbstbewusstsein zeigt: „Rufen wir unser Leistungsvermögen ab, haben wir alle Möglichkeiten, die Partie für uns zu entscheiden.“ Dabei müssen die Haaner auf die Dienste von Pascal Schusdzarra verzichten. Der sich aktuell in bestechender Form spielende Kreisläufer der Unitas ist privat verhindert. Hinter dem Einsatz von Christian Mohaupt sowie Florian Schlierkamp stehen noch Fragezeichen.

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