Fußball : Umbruch und Verjüngung

Der SV Hilden-Nord entging nur ganz knapp und mit viel Glück dem Abstieg.Der Fußball-Landesligist geht mit einem stark veränderten 25er-Kader in die Saison mit vielen Lokalderbys.

Hilden „So eine Nervenschlacht will ich niemals mehr miterleben“, stöhnte Trainer Ferdi Stanetzky auch noch mit einem gehörigen Abstand zum dramatischen Saison-Finale in der Fußball-Landesliga. Der SV Hilden-Nord ging mit einem Punkt Vorsprung vor den Krefelder Preußen, die auf dem ersten Abstiegsplatz rangierten, in die letzte Begegnung bei Bayer Dormagen. Nach der 2:3-Niederlage schien der Absturz in die Bezirksliga besiegelt. Doch einige „lange“ Minuten nach dem Schlusspfiff kam die erlösende Nachricht: Die Krefelder hatten ihr Heimspiel gegen den Linner SV mit 0:1 verloren – der SV Nord war gerettet.

Zuschauer-Magneten

Inzwischen haben sich die Hildener erholt und richten ihren Blick auf die am 17. August beginnende Saison 2008/09. „Eine Hammer-Gruppe“, freut sich nicht nur Geschäftsführer Wolfgang Becker auf die Spielzeit mit vielen attraktiven Lokalderbys. Die Duelle gegen die Verbandsliga-Absteiger VfB 03 Hilden und SF Baumberg, gegen den Landesliga-Vizemeister TuSpo Richrath und den benachbarten SV Wersten 04 sowie den Aufsteiger HSV Langenfeld dürften sich als Zuschauer-Magneten erweisen.

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Um nicht wieder in Abstiegsgefahr zu geraten – und das Nervenkostüm von Trainer Ferdi Stanetzky aufs Höchste zu strapazieren –, basteln die Verantwortlichen an einer schlagkräftigen Truppe. „Wir wollen sowohl für unsere Landesliga- als auch Kreisliga-Mannschaft einen 25er-Kader zusammenstellen“, erläutert Wolfgang Becker. Zudem, habe man einen Verjüngungsprozess eingeleitet. Alper und Akin Denizci, André Weingarten (SSV Erkrath) haben den SV Nord verlassen. Von Ali Al Makhloufi hat sich der Verein getrennt. „Oldie“ Peter Cyrys soll Aufgaben im Trainerstab übernehmen. Ob Hendrik Paulsen (Lehrstelle), Masanao Kurihara (Studium) und Rudi Nadais weiter für die Hildener auflaufen, ist derzeit fraglich. Der übrige Kader um Kapitän Thomas Knüfermann bleibt zusammen.

Wolfgang Becker kann bisher zwölf Neuzugänge melden. Darunter aus der eigenen Jugend Gökan Yibitsoy, Pascal Weber, Daniel Salomon, Stefan Schaumburg und Sascha Niebel, die zum Teil schon im der Landesliga-Team zum Einsatz gekommen sind. Ein Quartett kommt vom FC Tannenhof (Kreisliga A) zur Furtwänglerstraße: Adin Muminovic und Volkan Denizci, die schon das Norder Trikot getragen hatten, Massimo Schiavano und Ali-Bertan Yürük. Zudem nahmen die Hildener Torhüter Rocco Bortugno (FC Union Solingen/A-Junioren), Tobias Böhm (18/SF Baumberg) und Yassine Yüksel (VfB Hilden) unter Vertrag. „Wir suchen noch einen erfahrenen Stürmer“, erklärt Wolfgang Becker. Ein Kandidat könnte Martin Slawinski vom Bezirksligisten Mettmann-Sport sein, der in das Norder Anforderungsprofil passt.

(RP)