Reiten: Uhlenhof freut sich über tolles Turnier

Reiten : Uhlenhof freut sich über tolles Turnier

Die Reiter hatten beim RuFV Erkrath erstklassige Bedingungen. Eine ausgefallene Sicherung war das größte Problem.

Zufrieden blickt Hans Willi Weber auf das viertägige Turnier am Erkrather Uhlenhof zurück. „Das Wetter war optimal, es herrschte eine herrliche Stimmung auf dem Platz. Der Samstag war besonders gut“, berichtet der 2. Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins (RuFV) Erkrath, Ausrichter der Düsseldorfer Reitertage. Reiter und Pferde hätten das Turnier gesund überstanden: „Das ist für uns das wichtigste.“ Außer zweier kleinerer Stürze seien die Prüfungen der diversen Klassen reibungslos verlaufen.

Besonders erfolgreich in diesem Jahr war erneut der Favorit und langjährige Profireiter Marc Boes. Der Belgier hatte bereits die vergangenen drei Turniere in Folge für sich entscheiden können und startete demnach auch in diesem Jahr in Erkrath als Favorit. Doch der 56-jährige Belgier gab sich bodenständig und zurückhaltend: „80 Prozent der Teilnehmer sind in der Lage, das Turnier für sich zu entscheiden“, hatte er zur Eröffnung der Reitertage 2019 gesagt. Doch Boes lieferte erneut fehlerfrei ab. „In die Siegerrunde kamen lediglich zwei Reiter, die ohne Fehler den Parcours überwunden hatten, darunter Marc Boes“, berichtet Weber. Vier weitere Reiter in der Siegerrunde des großen Championats schleppten ihre Fehlerpunkte mit ins Finale.

Erfolgreich verlief das Turnier nicht zuletzt für Eigengewächse des Erkrather Vereins. Webers Tochter Antonia (24) startete erstmals auf heimischen Boden in der Königsdisziplin mit und konnte sich zumindest in der Stil-Springpüfung der Klasse S* den Titel sichern. Joana Peterka überzeugte ebenfalls in der Dressurprüfung der bei diesem Turnier höchsten ausgetragenen Klasse. Im kommenden Jahr soll das Turnier erneut ausgeweitet werden, dann sollen erstmals Springprüfungen der Klasse S*** ausgetragen auf dem Programm stehen – und im Folgejahr soll es mit vier Sternen das größte Turnier Deutschlands sein.

Zum Test für dieses ambitionierte Unterfangen fügte der RuFV in diesem Jahr zwei Neuerungen ein. Erstmals gab es als „Show-Act“ ein Reit-Biathlon und als zusätzliche sportliche Herausforderung traten die Reiter beim ersten Zeitspringen der Klasse S* unter Flutlicht an. Beides kam bei Reitern und Besuchern bestens an, betont Weber: „Der Reitbiathlon am Samstag war sehr gut besucht. Nach dem Showprogramm konnten sich auch die Besucher an der Laserwaffe versuchen.“

Beim Flutlichtspringen gab es zwischenzeitlich technische Probleme, die allerdings schnell behoben werden konnten. „Wir hatten ein kurzes Stocken, weil uns eine Sicherung rausgesprungen ist und wir kurze Zeit im Dunkeln standen“, erläutert der Vize-Vorsitzende des Vereins. Nachdem der Fehler gefunden worden war, konnte das Springen allerdings völlig problemlos fortgesetzt werden: „Da hatten wir schon einen hohen Puls, aber zum Glück hat alles geklappt.“

Rund 3000 Besucher zählte der Verein insgesamt. „Die Ränge haben sich ab Samstagnachmittag immer weiter gefüllt und auch am Sonntag konnten wir einen großen Andrang verzeichnen.“ Ganz klar: Bereits jetzt beginnen die Planungen für das nächste Turnier.

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