1. NRW
  2. Städte
  3. Mettmann
  4. Lokalsport

Basketball: TuS 96 muss viele Hindernisse überwinden

Basketball : TuS 96 muss viele Hindernisse überwinden

Die Hildener Basketballer stehen bei der Rhöndorfer Bundesliga-Reserve vor einer schweren Aufgabe.

TuS Rhöndorf II - TuS Hilden. Am dritten Spieltag gelang den Hildenern nach dem Aufstieg in die 2. Basketball-Regionalliga gegen Rhöndorf der erste Saisonsieg. Ein gutes Omen für das Rückspiel (20.30 Uhr) am heutigen Freitag? Gleichwohl kein leichtes Unterfangen, wie Cem Karal weiß. "Das wird nicht einfach für unsere Mannschaft. Die meisten Spieler müssen vorher arbeiten, dann die lange Anfahrt und die ungewohnt späte Anwurfzeit. Dazu kommt eine kleine, stickige Halle. Da müssen wir alle Sinne beisammen haben, von Beginn an hellwach sein, um zu gewinnen", betont der Spielertrainer des TuS Hilden. Dessen Einsatz ist wegen Rückenproblemen ebenso fraglich wie der des erkrankten Ahmed Kaichouhi. Center Tim Kaminski ist beruflich verhindert. Von den Langzeitverletzten Michael Mulde, Alex Blankenstein und David Reinecke gar nicht zu reden.

Die Personalprobleme ziehen sich wie ein roter Faden durch die vergangenen Monate. Kein Wunder, dass Karal angesichts einiger durch die dünne Personaldecke zu Stande gekommener knapper Niederlagen sagt: "Wenn unser Kader immer komplett wäre, hätten wir sicher die Möglichkeit, um die vorderen Tabellenplätze mitzuspielen." Aktuell gilt aber nichts anderes, als das vor Saisonbeginn vorgegebene Ziel "Klassenerhalt" zu realisieren. Noch ist der Abstand der mit zwölf Zählern zu Buche stehenden Hildener vor den von Kamp-Lintfort und Opladen (beide 4 Punkte) belegten direkten Abstiegsrängen komfortabel.

Zurück zu Rhöndorf. Trainer Christian Mehrens hat da eine weitgehend junge Truppe zusammen, die es versteht, schnell und kombinationssicher nach vorne zu spielen. Der Großteil der Truppe tritt zusätzlich in der höchsten deutschen A-Junioren-Klasse, der NBBL, an. Vor Wochenfrist unterlag das Team beim Zweiten Barmer TV erst nach Verlängerung mit 80:83. "Wir haben in den ersten 20 Minuten schwach gespielt und sind am Ende an unserer ungenügenden Freiwurfausbeute gescheitert", kritisierte Mehrens. In den zwei Spielen zuvor gewannen die Dragons gegen Uerdingen und Leichlingen, die wiederum im Dezember und Januar die Hildener in Schach hielten.

Von solchen Quervergleichen hält Karal indes nichts. "Das ist wieder eine ganz andere Partie. Wir haben im Hinspiel stark verteidigt und unsere mannschaftliche Kompaktheit erfolgreich in die Waagschale geworfen. Da müssen wir wieder hinkommen. Schließlich haben wir - wie am vorletzten Spieltag beim Sieg gegen Barmen mit nur acht Spielern - aus denkbar ungünstigen Voraussetzungen schon manches Mal das Beste gemacht", betont der TuS-Coach.

Bei den Gastgebern, die oft mit schnellen Gegenstößen (Fastbreaks) den Erfolg suchen, zählen Kristops Reksna und Center Keluba Ekoemeye zu den Leistungsträgern. Besonders auf Reksna, der im ersten Aufeinandertreffen noch nicht dabei war und als treffsicherer Schütze gilt, müssen die Hildener ihr Augenmerk richten.

(ER)