Reitsport: Turnierchef ist begeistert von Erkrath Classics

Reitsport : Turnierchef ist begeistert von Erkrath Classics

Drei Tage auf dem Niermannshof waren sportlich und organistorisch ein Erfolg. Gerade die Nachwuchs-Reiter wussten zu überzeugen.

Lennard Tillmann und sein braunes Reitpony „Fan T“ hatten schon bessere Tage und vor allembessere Turniererfolge. Zwar hat sich der junge Reiter des RC Gut Neuhaus Grevenbroich beim „CWD Kids Cup“ in der Sichtungsrunde für die Endrunde im Kampf um den Sieg des dritten Qualifizierungsspringen für das Finale in behauotet, aber irgendwie läuft heute nicht alles ganz so ganz rund. Dabei sind die beiden sonst ein erfolgreiches Team: Gemeinsam haben sie in den beiden anderen Qualifizierungsrunden in Eschweiler und Wipperfürth großartige Leistung gezeigt und gleich zweimal den ersten Platz belegt. Doch heute, an diesem heißen Sommertag in Erkrath, wirkt der quirlige und zarte „Fan T“ ein wenig zu nervös, zu unruhig. Ein Trost: Lennarts Reitkunst fällt den Richtern in der Sichtungsrunde trotzdem positiv auf. „Eine insgesamt gute Vorstellung, der Reiter zeigt effektive Einwirkung auf das Pony, sollte aber noch mehr Einfluss nehmen“, sagen sie – vergeben die Note 7,6.

Es ist ruhig auf der Reitanlage und die rund 150 Zuschauer haben sich Schattenplätze gesichert. Hunde schlafen erschöpft von den Temperaturen im Gras. Es ist Mittag, der dritte Turniertag der Erkarther Classics. Die Stimmung ist entspannt, selbst an der Bratwurstbude oder am Weinstand passiert nicht viel. Nur zwei Kinder stehen am Eiswagen und kaufen sich Vanille-Schoko im Hörnchen. „Gestern Abend war das anders“, erzählt Hofbetreiber Tilo Tucht, „bei unserem Showprogramm, dem Reitbiathlon, war hier regelrecht Partystimmung.“

Zurück zum CWD Kids Cup: Mit 8,5 Punkten und damit als Bester zieht auch Tony Stormanns in die Stech-Springrunde nach Zeit und Fehlern ein. Vrab gab es große Anerkennung von der Jury für den jungen Nachwuchsreiter des Eschweiler Pferde SV und sein polnisches Warmblut Okarino 4: „Der Reiter überzeigt mit effektivem HInreiten zu den einzelnen Sprüngen, er hat ein sehr gutes Reaktionsvermögen.

Auch für die Niermannshof-Reiter verläuft das dreitägige Turnier erfolgreich, denn es gibt viele sehr gute und gute Platzierungen in unterschiedlich schweren Dressur- und Springdisziplinen. So holt unter anderem Kristina Wrobel mit „Colino 35“ bei der Springprüfung Klasse S* den zweiten Platz. So macht es auch Tilo Tucht bei der Springpferdeprüfung der Jungpferde Klasse A mit „Honey 117“. Den dritten Platz erreicht der Pferdewirtschaftsmeister mit „Chaccomo 10“ bei der Springprüfung Klasse M.

Beim „CWD Kids Cup“ ist der Springparcours mittlerweile umgebaut. Nun geht es für die fünf Besten der Sichtungsrunde ins Stechen. Eine Reiterin klopft ihrem Grauschimmel noch einmal den Hals, es gibt letzte Anweisungen von den mitgereisten Trainern und Eltern. Tony Stormanns Mutter Helena ist gerade noch rechtzeitig eingetroffen. Die berühmte ehemalige Springreiterin (ehemals Helena Weinberg) hat am Abend zuvor noch ein Profiturnier in Monaco besucht. Jetzt drückt sie ihrem Sohn die Daumen, aber nötig hat er das nicht. Souverän schafft er die Springrunde als einziger der fünf Endteilnehmer ohne Fehlerpunkte und gewinnt damit die dritte Qualifikation für das Endturnier in Lohmar. „Fan T“ unter Lennard Tillmanns, der Favorit, zeigt sich in schlechterer Verfassung, das Pony verweigert und geht zeitweise durch. So belegt der Grevenbroicher diesmal nur Platz fünf.

„Ich muss insgesamt sagen, dass mich das Niveau, auf dem diese junge Menschen im Springbereich unterwegs sind, unglaublich beeindruckt“, schwärmt Tilo Tucht, „und ich freue mich über das viele positive Feedback. Zwar sind diesmal nur 60 Prozent der angemeldeten Reiter tatsächlich erschienen, aber das lag sicher am Wetter Es war einfach ein wunderbares Turnier. Die Menschen und vor allem die Pferde haben den Temperaturen gut standgehalten, das ist das Wichtigste.“

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