Turnier der Profis von morgen

Zum Obi-Cup des VfB kommen die Nachwuchsteams der Bundesliga-Clubs nach Hilden. Auf der Bezirkssportanlage am Bandsbusch zeigen die Spieler ihr Talent. Die Gastgeber haben Außenseiterchancen.

Hilden Die Fußballprofis der Zukunft laufen sich in Hilden für ihre Karriere warm. Sie zeigen beim Obi-Cup auf der Bezirkssportanlage am Bandsbusch ihr Talent. "Viele von denen, die heute in der Bundesliga einen Namen haben, sind als Jugendlichen bei unserem Turnier aufgelaufen", betont Manfred Brunner. Der zweite Vorsitzende des VfB Hilden ist stolz darauf, auch in diesem Jahr Teams von namhaften Vereinen für das traditionelle U17-Turnier gewonnen zu haben.

Wenn der Schiedsrichter am 15. Juli die ersten Gruppenspiele anpfeift, treffen auf dem Rasen auch die Mannschaften von Bayer 04 Leverkusen und Fortuna Düsseldorf aufeinander. Die Nachwuchsspieler der Gastgeber müssen sich unter anderem gegen Borussia Dortmund behaupten. Das hat die Auslosung ergeben. Im Autohaus Brüggemann zog der ehemalige Bundesliga-Profi und polnische Nationalspieler Andrzei Buncol die Teams aus dem Topf.

In der Gruppe mit den Jugendmannschaft von Borussia Dortmund, Rot-Weiß Essen, dem Bonner SC und Westfalia Herne, sieht Manfred Brunner die VfB-Elf allerdings in einer Außenseiterrolle. "Der fünfte Platz im vergangenen Jahr war das bisher beste Ergebnis. Wenn wir das wiederholen könnten, wäre das schon ein großer Erfolg. Für die Jungs ist es einfach ein Erlebnis, mal gegen die Mannschaften der namhaften Clubs anzutreten." Den Sieg traut er am ehesten den Gäste von Borussia Dortmund, Fortuna Düsseldorf und Bayer 04 Leverkusen zu. "Die sind auch in der Bundesliga hochplatziert und werden sich bei uns um die Spitze streiten."

Auf der Tribüne werden sich auch Talentsucher unter die Zuschauer mischen, um die Duelle auf dem Rasen zu verfolgen und den einen oder anderen Spieler später zum Training einzuladen. "In dieser Altersklasse ist es sicher das am besten besetzte Turnier in der Region", betont Manfred Brunner stolz.

Auch wenn in diesem Jahr aus Kostengründen keine Teams aus Japan, Mexiko oder Afrika angereist kämen, sei das Teilnehmerfeld hochklassig. Für einen Hauch von Länderspielatmosphäre sorgt die Elf aus Hildens Partnerstadt Worrington. "Sie ist das erste Mal dabei und daher schwierig einzuschätzen. Es ist ein Experiment", sagt der zweite Vorsitzende offen. Er ist sehr gespannt, ob die Briten sich gegen die besten deutschen Nachwuchsteams durchsetzen können.

"Die Spieler, die in der Jugend-Bundesliga auflaufen, sind nicht nur läuferisch und athletisch stark, sondern bringen auch technisch alle Voraussetzungen für eine Profi-Karriere mit. Sie nutzen das Turnier als Vorbereitung auf die neue Saison, da sie auf gleichwertige Gegner treffen.

(domi)