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Turbulente Szenen beim ersten Heimsieg des VfB 03 Hilden

Fußball : Turbulente Szenen beim ersten Heimsieg

Eine Halbzeit lang liefern beide Teams Sommerfußball. In der zweiten Halbzeit zeigt der VfB 03 Hilden Schlusslicht Sportfreunde Niederwenigern jedoch die Grenzen auf und gewinnt mit 5:0 gegen den Aufsteiger.

VfB 03 Hilden – Sportfreunde Niederwenigern 5:0 (0:0). Guten Fußball bekamen die rund 120 Zuschauer auf der Anlage an der Hoffeldstraße in der ersten Halbzeit nicht geboten. So mancher Fan des VfB 03 fragte sich da schon, weshalb er bei herrlichem Sommerwetter die heimische Terrasse überhaupt verlassen hatte. Denn letztlich gab es vor der Pause lediglich drei Aufreger. Eine halbe Stunde war absolviert, als Stefan Schaumburg die Bogenlampe von Maximilian Golz noch mit einer artistischen Einlage klären wollte und dabei ins eigene Netz rutschte. Den Ball beförderte er zwar ins Feld zurück, doch nach Ansicht jener Zuschauer, die auf der Höhe des Hildener Gehäuses standen, hatte der Ball da die Linie schon überschritten. Als Treffer zählte das aber nicht. Einige Fußball-Fans vermuteten schon einen Abseitspfiff, als Schiedsrichter Marcel Schuh nach Rücksprache mit seinem Assistenten überraschend Ecke für Niederwenigern anzeigte. Nicht die einzige umstrittene Entscheidung des Unparteiischen, der fortan mit seinem Gespann mehr im Fokus stand, als ihm wohl lieb war. Wie zum Beispiel fünf Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit, als Oluwabori Falaye gegen SFN-Schlussmann Alexander Golz nachsetzte und beide im Fünf-Meter-Raum erst einmal liegen blieben. Kurz vor der Pause hatte Selcuk Yavuz im Strafraum der Gäste plötzlich freie Bahn, doch seinen strammen, aber zu ungenauen Schuss wehrte Keeper Golz glänzend ab und parierte dann auch gegen den nachsetzenden Erwin Mambasa.

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Auch Trainer Marc Bach fand den ersten Durchgang zum Haareraufen, zeigte seiner Mannschaft aber im Kabinengespräch den rechten Weg zum Erfolg. Auch wenn die Gäste im zweiten Abschnitt den ersten Akzent setzten, aber Marc Gotzeina verpasste vier Minuten nach dem Wiederanpfiff die gute Hereingabe von Fabian Lümmer. Kurz danach starteten die Hildener einen schnellen Vorstoß. Niederwenigern formte zwar eine Fünfer-Abwehrkette, doch die vermochte den Querpass von Yavuz auf Schamburg nicht zu verhindern – und der VfB-Kapitän schon den Ball in die linke untere Ecke zur 1:0-Führung (51.) ein. Und diesmal setzte die Mannschaft von Marc Bach nach. Fabio di Gaetano dribbelte in den Strafraum, Torwart Golz grätschte ins Leere und der Mittelfeldakteur lief alleine weiter Richtung SFN-Kasten, vollendete locker zum 2:0 (59.). Keine zehn Minuten später bekam der Liga-Neuling endgültig den Zahn gezogen. Im Zweikampf mit Steffen Köfler ging Erwin Mambasa zu Boden und der Unparteiische zeigte auf den Elfmeterpunkt. Talha Demir verwertete den Strafstoß souverän zum 3:0 (68.) – sein fünfter Treffer in dieser Saison.

Drei Minuten später gaben die Gäste noch einmal ein Lebenszeichen von sich. Nach einer Kombination über Frederick Gipper und Maximilian Golz kam der Ball zu Marc Gotzeina, der die Kugel aber an den linken Pfosten nagelte. Damit hatten die Sportfreunde ihr Pulver verschossen. Auf der anderen Seite klärte der SFN-Keeper die Vorstöße von di Gaetano (77.) und Justin Härtel (81.). In der Schlussphase schnürte dann der eingewechselte Pasal Weber noch einen Doppelpack (85., 90+1) zum 5:0.

Für Bastian Sube, der diesmal für den beruflich verhinderten Marvin Oberhoff zwischen die Pfosten rückte, war es am Ende eines bei Torhütern begehrten Zu-Null-Spiele. „Der Druck war vorher da, weil wir gewinnen mussten. Entsprechend groß war auch die Anspannung bei mir“, sagte der 27-Jährige und lobte dann das Hildener Team: „Die Mannschaft hat es mir leicht gemacht. Hinten stehen wir sehr stabil und endlich haben wir auch mal die Tore gemacht, damit wir am Ende nicht mehr zittern mussten.“