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Torhüter Kerim Genähr verlässt  das Verbandsliga-Team des TB Wülfrath

Handball : Torhüter Kerim Genähr verlässt das Verbandsliga-Team des TB Wülfrath

Der Keeper durchlief alle Jugendmannschaften der SG Flensburg-Handewitt und trug seinen Teil zur bislang guten Ausbeute des TBW in der Verbandsliga bei.

Mit einem 27:23-Erfolg über die MTG Horst Essen verabschiedeten sich die Handballer des TB Wülfrath in die Herbstferien. Da ahnte die Verbandsliga-Mannschaft noch nicht, dass sich die Pause wegen Corona zwangsweise verlängert. Ursprünglich setzte der Handball-Verband Niederrhein den Spielbetrieb bis zum 15. November aus, dann folgte die aktuelle Corona-Schutzverordnung, die den Amateursport bis zum  30. November verbietet. Inzwischen hat der Vorstand des HVN jedoch beschlossen, die Meisterschaft bis zum 6. Januar zu unterbrechen – und sich eine Verlängerung vorbehalten, falls auch im Dezember kein Mannschaftstraining erlaubt ist.

Damit geht die Hoffnung von Stefan Graedtke nicht in Erfüllung, vor dem Jahreswechsel noch einige Partien absolvieren zu können. „Für einen kleinen Sportverein ist das eine Katastrophe, denn Eintrittsgelder und die Einnahmen durch das Catering gehen verloren. Auch für die Jugend ist das nicht gut“, stellt er fest. Positiv aus Sicht des Trainers ist jedoch, dass sich seine Mannschaft mit einem Erfolgserlebnis in die Meisterschaftspause verabschiedete. Zumal die TBW-Handballer durch den Sieg über den Tabellenzwölften Essen auf den vierten Rang kletterten.

„Die Stimmung in der Mannschaft ist auf jeden Fall gut“, berichtet  Graedtke, der gemeinsam mit seinem Kollegen Christian Paul den Spielern Trainingspläne für zu Hause an die Hand gab. „Alle halten sich individuell fit“, vertraut er auf die Eigenmotivation und will die mannschaftliche Geschlossenheit noch weiter ausbauen. Mit der Verpflichtung von Marcel Müller gelang es, den Ausfall von Conny Nitzschmann im Rückraum zu kompensieren. „In der Breite sind wir stark besetzt“, erklärt Graedtke.

Einen Wermutstropfen hat der Coach aber auch zu verdauen. Torhüter Kerim Genähr, der in der Partie gegen die MTG Horst Essen zum besten Mann auf dem Parkett avancierte, kehrte inzwischen in seine Heimat Flensburg zurück. „Er hat Heimweh bekommen, das ist nachvollziehbar. Durch Corona ist das jetzt sehr schnell gegangen. Wir hatten soviel Glück, solch einen Torwart zu bekommen – das ist ein Abgang, den wir nur schwer kompensieren können. Kerim ist so ein feiner Typ“, führt Graedtke aus. „Ich hoffe, dass wir Hilfe aus der zweiten Mannschaft bekommen und das intern regeln können“, blickt der Trainer etwas sorgenvoll in die Zukunft, betont zugleich: „Christoph Engler ist auch ein hervorragender Torhüter, aber ihm fehlt jetzt die Konkurrenz. Ich hoffe, dass er die Chance nutzt.“