Titelverteidiger VfB 03 Hilden schaut nur zu

Futsal: Hildener Fußballer kämpfen um Stadtmeisterkrone

Durch den Rückzug der letztjährigen Finalisten VfB 03 und SpVg. 05/06 sind die Rollen im Titelkampf neu verteilt.

Die dritte Auflage der Hildener Futsal-Stadtmeisterschaft hat eine besondere Note. Erstmals in der Geschichte der Titelkämpfe machten zwei Mannschaften noch vor der Auslosung einen Rückzug. Zunächst gab die SpVg. 05/06 bekannt, in diesem Jahr kein Team ins Rennen zu schicken – der Sportliche Leiter Peter Waldinger nannte die angespannte personelle Lage und das Verletzungsrisiko als Grund. Es folgte die Anfrage der Stadt an den VfB 03, nur mit zwei statt der drei geplanten Mannschaften an den Start zu gehen und so zwei zahlenmäßig gleichstarke Gruppen aufrechtzuerhalten. Überraschend nahm der Klub allerdings das Oberliga-Team aus dem Turnier und nicht die neu gegründete Dritte, die in der Kreisliga C spielt. Eine Maßnahme, die die Verantwortlichen der Stadt aufmerksam registrierten und mit der der Verein offenkundig keine Werbung in eigener Sache machte. Sportdezernent Sönke Eichner ließ sich auf Nachfrage unserer Redaktion entlocken: „Wir müssen sicher die Form der Stadtmeisterschaft überdenken.“ Immerhin fehlen jetzt die beiden Finalisten des Vorjahres.

Die Favoritenrolle übernimmt nun die zweite Mannschaft des VfB  3 Hilden, die in der Bezirksliga auf Rang drei überwintert. „Am liebsten wollen wir das Turnier gewinnen“, unterstreicht Manuel Mirek die Ausgangssituation. Gleichwohl stellt der Kapitän der VfB-Zweiten aber auch klar: „Unser Fokus liegt auf einer sauberen Vorbereitung ohne Verletzungen. Wir sind oben dran und wollen so lange wie möglich in der Bezirksliga-Spitzengruppe bleiben.“ Mirek selbst sowie die ebenfalls oberliga-erfahrenen Dominik Donath und Fabian Andree nehmen daher von einer Turnierteilnahme Abstand. „Das Verletzungsrisiko ist einfach zu groß“, sagt Mirek, der sich vor zwei Jahren in der Halle einen Muskelbündelriss zuzog. Jüngere Fußballer des Teams sollen daher in die Bresche springen. „Wir haben auch ein paar Jungs in der Mannschaft, die nicht so viel Spielzeit bekommen haben – die freuen sich darauf“, berichtet Mirek. Denn das Interesse für die Stadtmeisterschaft sei weiterhin hoch. „Man trifft Leute, mit denen man schon vor 20 Jahren gespielt hat. Und es ist immer eine tolle Kulisse.“ Mirek kündigt an: „Wir werden die Mannschaft auf jeden Fall gut aufstellen.“

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Während dieses Jahr also die Zweitvertretung des VfB 03 die Kohlen aus dem Feuer holen soll und die Dritte als Lohn für eine bislang starke Saison für das Turnier gemeldet blieb, wollen die Spieler der ersten Mannschaft zumindest als Zuschauer anwesend sein. „Wir sind das Zugpferd in der Stadt und als Nummer eins sollte man sicher dabei sein, aber ich finde den Entschluss des Vereins nachvollziehbar“, erklärt Marc Bach, Trainer des Oberliga-Teams. Der 41-Jährige ergänzt: „Wir haben schweren Herzens verzichtet, werden aber vor Ort sein und uns in der Halle präsentieren.“

Derweil wittert der MSV Hilden, der 2018 den dritten Platz belegte, die Chance, endlich mal den ganz großen Coup zu landen. „Wir wollen mit beiden Mannschaften ins Finale – das ist unser Wunsch und ich hoffe, dass wir es schaffen“, sagt Jamal Al Makhloufi. Zugleich begründet der MSV-Vorsitzende seine Zuversicht nicht nur mit der Absage des Titelverteidigers, sondern mit der eigenen Leistung. „Unsere Mannschaft ist besser aufgestellt als im letzten Jahr. Dazu haben wir einen super Trainerstab, der harmonisch zusammenarbeitet.“ Auch deshalb ist die Erste Spitzenreiter in der Kreisliga B.