Lokalsport: Thomas Zelles - Mettmanner Urgestein beim ASV

Lokalsport : Thomas Zelles - Mettmanner Urgestein beim ASV

Der Verteidiger spielte bereits für einige Klubs wie Ratingen 04/19 oder Bocholt. Heimisch fühlt er sich jedoch in Mettmann.

Erstmals in seiner Vereinsgeschichte gehört der ASV Mettmann der Fußball-Landesliga an. Einer, der als Leistungsträger wesentlich zum Aufstieg im Sommer vergangenen Jahres beigetragen hat, war Kapitän Thomas Zelles. Er war eine Saison zuvor vom 1. FC Bocholt zum damaligen Bezirksligisten nach Mettmann gewechselt. "Dass ich direkt im zweiten Jahr, nachdem ich zum ASV kam, zum Aufstiegsteam gehörte, war eine prima Sache und hat mich riesig gefreut", bemerkt der erfahrene Fußballer. "Der ASV Mettmann ist für mich ein Verein, der gut geführt wird und der für die Zukunft über eine Menge Potenzial verfügt."

Er habe nie bereut, dass er nach dem Aufstieg mit dem 1. FC Bocholt in die Oberliga zum ASV gewechselt sei. "Für mich ist der ASV Mettmann ein Verein, für den das Wort Integration Vorbildcharakter in der Fußballszene hat. Hier gibt es wirklich ein gutes Miteinander zwischen deutschen Spielern und Fußballern mit Migrationshintergrund." Wenn der ASV sich kontinuierlich weiterentwickele, traue er diesem Klub mittelfristig den Aufstieg in die Oberliga zu. "Das braucht natürlich seine Zeit, aber es wäre doch toll, wenn die Kreisstadt Mettmann über einen Fußball-Oberligisten verfüge", erklärt Zelles, der seit einigen Jahren in Ratingen-Lintorf wohnt.

Der 30-Jährige ist zwar in Ratingen geboren, aufgewachsen jedoch in Mettmann. "Als ich drei Jahre alt war, zogen meine Eltern von Ratingen in den Mettmanner Stadtteil Metzkausen, da sie in der Siedlung Löffelbeck ein Haus bauten. Ich wohnte also dort, wo ich in unmittelbarer Nachbarschaft heute am Sportzentrum Auf dem Pfennig Fußball spiele."

Im beschaulichen Metzkausen fing er mit dem Fußballspielen an. "Ich spielte ab der Bambini für den damaligen TSV. Walter Nilges kümmerte sich rührend um die Jugend." In der Jugend des TSV trainierte er auch unter dem Ex-Profi und Bundesliga-Torjäger Bernd Klotz. "Einige Jahre später wurde Klotz erneut mein Trainer. Er war mittlerweile für den Oberligisten Ratingen 04/19 tätig und holte mich. Ich wurde sofort Stammspieler", erinnert sich der frühere torgefährliche Stürmer und heutige Innenverteidiger.

Zunächst aber noch ein Blick zurück. In der Jungend erkannte man das große Talent des jungen Stürmers. Damals war der VfB Hilden im Jugendfußball in der Region führend. Dort spielte Zelles in der A-Jugend-Niederrheinliga. Aufgrund einer schweren Verletzung musste er zunächst aussetzen und fing dann als Senior beim TuS Homberg an und wechselte zum Bezirksligisten Rot-Weiß Lintorf. Dann holte ihn Bernd Klotz zu Ratingen 04/19. "Das waren fünf schöne Jahre in der Niederrhein- und Oberliga. Damals trainierte ich drei Jahre unter Karl Weiß, der wieder Trainer in Ratingen ist. Das war eine tolle Zeit."

Später wurde Alfonso del Cueto sein Coach. "Bei ihm war ich zwar auch Stammspieler, doch stimmte die Chemie nicht. Da nahm ich das Angebot des Oberligisten VfL Rhede an." In Rhede spielte er nur ein Jahr und ging zusammen mit Trainer Manuel Jara und weiteren Spielern gemeinsam zum 1. FC Bocholt, mit dem er direkt in die Oberliga aufstieg. "Manuel Jara war ein Super-Trainer, der mich sehr geprägt hat", schwärmt Zelles. Da der selbstständige Versicherungsmakler beruflich sehr ausgelastet ist, wollte er nicht mehr die langen Fahrten an den Niederrhein und viermaliges Training pro Woche auf sich nehmen. "Der Technische Berater des ASV Mettmann, Maik Frey, sprach mich an und so wechselteich. Das war eine gute Entscheidung", betont Thomas Zelles. Die Frage ist nur, wie lange noch. Denn ewig will Zelles nicht mehr spielen. "Wahrscheinlich zum Ende dieser Saison, spätestens aber nach der Spielzeit 2017/18 höre ich auf." Dem Fußball möchte er aber verbunden bleiben. "Ich kann mir gut eine Tätigkeit als Trainer vorstellen", sagt Zelles.

(klm)
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