Handball: TBW stellt Weichen für die neue Saison

Handball: TBW stellt Weichen für die neue Saison

Der Abstieg aus der Dritten Liga steht längst fest. An den letzten drei Spieltagen wollen sich die Wülfrather Handballerinnen aber noch einmal gut verkaufen. Der Klub hat bereits zwei starke Neuzugänge verpflichtet.

Noch drei Spieltage sind in der Dritten Liga zu absolvieren - die TBW-Handballerinnen befinden sich im Monat April zweifellos auf Abschiedstour. Den Anfang macht morgen Abend (20 Uhr, Sporthalle Kreuzstraße 161) die Begegnung bei der Bundesliga-Reserve des BV Borussia Dortmund. Eine Mannschaft, die ähnlich übermächtig scheint wie die HSG Blomberg-Lippe II. Gegen die boten die Wülfratherinnen zuletzt vor eigenem Publikum eine ganz schwache Leistung. Die war aber auch den Umständen geschuldet. So kehrte Luisa Kieckbusch krank aus dem Urlaub zurück und Daria Blume sagte kurzfristig aus privaten Gründen ab.

"Letztlich haben wir nur mit acht Leuten gespielt", machte Lars Faßbender deshalb seiner Truppe keine Vorwürfe, sondern fand: "Wir haben noch das Beste aus der Situation gemacht." Und hofft nun, dass die Vorstellung in Dortmund besser gelingt. Auch wenn er voll des Lobes für den Gegner ist: "Eine ähnlich junge Mannschaft wie Blomberg, die sehr schnell spielt und technisch hervorragend ausgebildet ist." In jedem Fall freut sich der TBW-Trainer auf das Wiedersehen mit seiner ehemaligen Schülerin Dana Bleckmann, die nicht nur im Dortmunder Team, sondern auch in der Jugend-Nationalmannschaft eine tragende Rolle spielt. Ein Sieg scheint angesichts der Vorzeichen kaum möglich, allerdings haben sich die TBW-Handballerinnen für die letzten drei Spieltage noch ein Minimalziel gesetzt: "Wir wollen versuchen, Vechta auf der Zielgeraden noch einzuholen und die rote Laterne abzugeben", berichtet Faßbender. Dafür ist sein Team, das in Dortmund wieder seine Kampfkraft auspacken soll, allerdings auch auf Schützenhilfe angewiesen.

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Der Abstieg aus der Dritten Liga steht längst fest, dennoch sieht Lars Faßbender die Saison als gewinnbringend an. "Jede Spielerin hat sich individuell verbessert", sagt der Coach - und richtet den Blick schon nach vorne. "In der nächsten Saison fängt alles wieder bei null an." Dann laufen die Wülfratherinnen in der Nordrheinliga auf, spielen damit immer noch eine Klasse höher als in ihrem Aufstiegsjahr 2016/2017. Und für die Liga sieht Faßbender seinen Kader "sehr gut aufgestellt". Denn das Gros der Mannschaft mit seinen Top-Leistungsträgerinnen wie Lena Feldstedt, Luisa Kieckbusch, Paula Stausberg, Lena Heider und Lisa Klanz bleibt dem TBW erhalten - und dürfte in der neuen Saison von der Erfahrung der körperlich robusten Spielweise in der Dritten Liga profitieren. Daria Blume, die kürzer treten will, und vielleicht auch Kristin Meyer, die mit dem aktuellen Liga-Rivalen Recklinghausen im Gespräch ist, gehören dem Team dann nicht mehr an. Fragezeichen stehen hinter dem Verbleib von Nicole Hölters und Steffi Hinnerkott.

Dafür hat der TBW aber schon zwei starke Neuzugänge verpflichtet. So kommt von der SG Überruhr Jule Kürten. Das 17-jährige Handball-Talent führt mit 128 Treffern die Torschützenliste in der Nordrheinliga an und läuft in der nächsten Saison mit Zweitspielrecht in der A-Jugend-Bundesliga zusätzlich für den TV Aldekerk auf. Wesentlich mehr Erfahrung hat Loreen Jakobeit. Die 27-Jährige trägt zurzeit noch das Trikot des Wülfrather Nachbarn Mettmann-Sport und ist derzeit mit 151 Treffern an Position drei der Torschützenliste in der Oberliga notiert. Eine Belebung der TBW-Offensive ist also garantiert.

(RP)
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