Handball: TBW beendet eine anstrengende Woche

Handball : TBW beendet eine anstrengende Woche

Drei Spiele, drei Niederlagen - der Start in die Saison hat es für die Wülfrather Handballerinnen in sich. Zum Auftakt in der Dritten Liga verlieren sie gegen zwei Top-Favoriten. Die Niederlage gegen Südkorea ist lehrreich, aber nicht tragisch.

Wülfrath - TuS Lintfort (Frauen) 17:32 (8:16). Es war eine Mammutaufgabe, die die TBW-Handballerinnen in der ersten Woche der neuen Saison zu erledigen hatten. Sie barg zugleich eine Menge Frustpotenzial, denn es war bereits im Vorfeld abzusehen, dass sie mit drei Niederlagen enden würde. Dennoch bewahrten die Wülfratherinnen nach der Auftaktklatsche beim letztjährigen Vizemeister Köln Haltung und bewiesen Lernfähigkeit.

Bereits im Freundschaftsspiel gegen Südkorea hatten sie sich auf die wesentliche härtere Gangart der höheren Liga eingestellt. Das demonstrierten sie jetzt auch gegen den Regionalliga-Absteiger Lintfort. Der war zwar ebenfalls mindestens eine Nummer zu groß, aber die Mannschaft von Lars Faßbender verkaufte sich erneut gut. Einziges Manko: Nach den ersten beiden schweren Partien schwanden in der dritten Begegnung zusehends die Kräfte. Folgerichtig leisteten sich die Wülfratherinnen eine Menge jener kleinen Fehler, die dem Gegner in die Karten spielen und zu Tempogegenstößen einladen. Am Ende unterlagen die Gastgeberinnen ähnlich deutlich wie in Köln, haben aber die Gewissheit, dass es ab sofort nur aufwärts gehen kann. Auch wenn am nächsten Spieltag die Zweite des TSV Bayer Leverkusen wartet, doch die gehört zweifelsohne nicht zu den Überfliegern der Liga.

Eine Viertelstunde hielten die TBW-Handballerinen gut mit. Gleich den ersten Versuch von Loes Vandewal parierte Torfrau Lisa Klanz. Dann erzielte Kristin Meyer sogar aus dem Rückraum heraus die 1:0-Führung (4.), die Vandewal jedoch postwendend per Siebenmeter egalisierte. Zwei Minuten später brachte die beste Lintforter Werferin ihre Farben mit 2:1 in Front. In der Folge vermochten die Wülfratherinnen ihre Chancen nicht zu nutzen. So verfehlte Stefanie Hinnerkott von der rechten Seite das TuS-Gehäuse (6.), scheiterte dann ebenso an Keeperin Vivien Gosch wie kurz zuvor Simone Fränken vom Kreis. Statt dessen erhöhte auf der anderen Seite Eefje Huijsmann auf 4:1 (9.). Beim 3:6-Rückstand nahm Lars Faßbender seine erste Auszeit, gab seiner Mannschaft damit eine kleine Verschnaufpause. Trotzdem hielten die TBW-Handballerinnen nur noch kurz mit. Lena Feldstedt, die am Ende beste Werferin im Wülfrather Team war, verkürzte noch einmal auf 4:7 (16.), danach aber setzten sich die Lintforterinnen kontinuierlich ab. Bis zur Pause wuchs der Vorsprung des Regionalliga-Absteigers deutlich auf acht Tore an.

Nach dem Wiederanpfiff forcierten die Gäste das Tempo, zumal Aufsteiger TBW immer weiter abbaute. Zehn Minuten vor dem Ende hatte die TuS-Führung dank etlicher Tempogegenstöße mit 26:13 richtig klare Züge angenommen. Doch der Sieger der Partie stand schon viel früher fest. Die Niederlage an sich war für Lars Faßbender jedoch kein Beinbruch. Was den ehrgeizigen Wülfrather Trainer aber ärgerte, war der Umstand, dass sein Team in den ersten 30 Minuten viele Chancen liegen ließ und damit schon zur Pause mit acht Treffern zurücklag. "Kämpferisch mache ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf. In der zweiten Halbzeit war einfach die Luft raus," stellte Faßbender fest. Und hofft nun, dass sich der TBW im dritten Spiel weiter steigert.

(RP)
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