1. NRW
  2. Städte
  3. Mettmann
  4. Lokalsport

TB Wülfrath setzt sich nach der Pause klar ab

Handball : TB Wülfrath setzt sich nach der Pause klar ab

Der Spitzenreiter der Frauen-Regionalliga geht unbeirrt seinen Weg. In Überruhr spielen die Wülfrather Handballerinnen oftmals in Unterzahl, lassen sich davon aber in ihrem Offensivdrang nicht beirren.

SG Überruhr – TB Wülfrath (Frauen) 17:28 (10:11). Im Hinspiel taten sich die TBW-Handballerinnen beim 30:29-Sieg in eigener Halle recht schwer, allerdings war die Partie gegen Überruhr kurz vor Weihnachten die letzte in einem ambitionierten Dezemberprogramm mit fünf Begegnungen innerhalb von drei Wochen. Gleichwohl war der Respekt des Regionalliga-Spitzenreiters groß. „Eine unangenehme Aufgabe, weil sich die Mannschaften gut kennen“, konstatierte Michael Cisik. Der TBW-Trainer hob zudem die Heimstärke des Kontrahenten hervor. Die Marschroute für seine Mannschaft war klar: „Wir wollten unsere Fehler abstellen und das ist uns gelungen.“

Melina Otte brachte den Tabellenführer vor rund 100 Zuschauern gleich in der ersten Minute mit 1:0 in Front, Jule Kürten erhöhte per Siebenmeter auf 2:0 (4.). In der Folge agierte die Überruhrer Abwehr kompakter und gestaltete die Begegnung nun ausgeglichener. Gleichwohl hatten die TBW-Handballerinnen die Nase stets vorne. 45 Sekunden vor der Pause traf Jule Kürten zur 10:8-Führung, handelte sich aber wenig später eine Zwei-Minuten-Strafe ein – es war, wie bei Kristin Meyer kurz zuvor, bereits ihre zweite in der ersten Halbzeit. Die Überzahl nutzten die Essenerinnen, um noch vor dem Gang in die Kabine auf 9:10 zu verkürzen.

Nach dem Seitenwechsel ließen es beide Angriffsreihen zunächst gemächlich angehen. Als sich Paula Stausberg für zwei Minuten auf die Bank verabschiedete, verwertete Überruhr einen Siebenmeter zum 10:10 (35.). Danach sorgten die TBW-Handballerinnen jedoch schnell für klare Verhältnisse. Während die SG zusehends abbaute, bescheinigte Michael Cisik seinem Team: „Wir haben über 60 Minuten konzentriert Gas gegeben. Die Mannschaft war sehr selbstbewusst, sehr verantwortungsvoll – so muss es weitergehen.“ Nach dem 11:11 (39.) zogen die Gäste auf 15:11 (43.) davon. Acht Minuten vor dem Ende traf Loreen Jakobeit zum 21:16. Überruhr nahm noch einmal eine Auszeit, verkürzte im Anschluss auf 17:21. Danach war der TBW-Express aber nicht mehr zu stoppen – mit einem 7:0-Lauf machte der Spitzenreiter den 13. Saisonsieg klar.

Michael Cisik zog ein positives Fazit: „Die Mannschaft hat flexibel gespielt und schnell umgeschaltet. Diesmal gab es nur wenige technische Fehler und wir haben das Spiel weitestgehend dominiert.Das ist der Handball, den ich mir vorstelle.“ Bereits am heutigen Dienstag steht für sein Team die nächste Aufgabe an. Im Halbfinale des Niederrheinpokals treten die TBW-Handballerinnen um 20.15 Uhr beim Drittligisten TV Aldekerk an. „Dieses Spiel können wir ganz entspannt angehen. Aldekerk ist spielstark und schnell, da sind wir der Underdog und haben keinen Druck. Für uns ist es ein lockeres Probematch für unsere nächste Aufgabe, denn die Priorität liegt eindeutig auf der Meisterschaft“, beschreibt Cisik die Ausgangslage.