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Handball: TB Wülfrath greift in der Verbandsliga neu an

Handball : TB Wülfrath greift in der Verbandsliga neu an

Nach dem Abstieg aus der Oberliga muss sich die erste Mannschaft neu formieren. Die Zweitvertretung spielt in der Parallelgruppe.

Nach dem unglücklichen, letztlich aber selbst verschuldeten Abstieg aus der Handball-Oberliga geht der TB Wülfrath in der nächsten Saison mit zwei Frauenmannschaften in der Verbandsliga an den Start. Dabei tritt die Erstvertretung in der Gruppe 1 (Niederrhein) an, die Zweite in der Gruppe 2, die viele Lokalduelle bietet.

Recht zufrieden zeigt sich Lars Faßbender, Trainer der ersten Mannschaft, mit der bisherigen Vorbereitung. "Wir konnten zwar wegen diverser Urlaube nicht immer komplett trainieren, aber dennoch sehe ich die Vorbereitung bisher als erfolgreich an", sagt er. Die Wülfratherinnen haben zusammen mit dem neuen Co- und Mentaltrainer Mark Tholl nicht nur die üblichen Konditions-, Kraft- und Ausdauerübungen absolviert, sondern auch viel am so genannten Team-Building gearbeitet. Maßnahmen wie Aquajogging, Boxen und eine Fahrrad-Tour sollten den Zusammenhalt fördern. Tholl unterstützt Faßbender übrigens auch als Torwarttrainer.

Bis zum Saisonbeginn am 13. September legt Faßbender den Fokus der Trainingsarbeit auf gruppentaktischen Schulungen für die Abwehr, das schnelle Umschalten bei Ballgewinnen und den Angriff generell. "Unser Stamm ist zwar so gut wie zusammengeblieben, aber wir müssen dennoch einige Neue integrieren und das Zusammenspiel fördern", betont der TBW-Coach. Faßbender berichtet: "Mit Maike Biewald und Martina Lembach haben wir zwei erfahrene Spielerinnen für die Erste gewinnen können, die als absolute Führungsspielerinnen gelten. Und die Schwestern Kirsten und Saskia Buiting haben schon bewiesen, wie wichtig sie für den TBW sind."

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Zudem stehen Lars Faßbender mit Franzi Döpper, Chris Burmeister und Kerstin Suhre - bekannt unter ihrem Mädchennamen Weber - im Notfall drei weitere erfahrene Spielerinnen zur Verfügung, die nach längerer Verletzungs- bzw. Babypause wieder in der zweiten und dritten Mannschaft auflaufen.

In den nächsten Wochen bis zum Saisonstart bestreiten die TBWHandballerinnen noch weitere Tests, unter anderem gegen die Unitas Haan, Mettmann-Sport, Lüttringhausener TV und HSV Frechen. Denn für die neue Saison haben sich Trainer und Mannschaft viel vorgenommen. "Wir haben darauf geachtet, möglichst eine homogene Truppe zusammenzustellen. Wenn die Mannschaft es dann schafft, konstanter und mit weniger Leistungsschwankungen zu agieren, können wir dem leidgeprüften Wülfrather Publikum sicher bessere Spiele zeigen. Mit erfolgreichem Handball und vor allem mit der richtigen kämpferischen Einstellung können wir den Fans wieder den Spaß am Frauen-Handball in Wülfrath vermitteln. Alles andere kommt dann von selbst."

Die zweite Mannschaft des TB Wülfrath geht wie in der vergangenen Saison in der Verbandsliga- Gruppe 2 an den Start. Da Lars Faßbender aufgrund der Doppelbelastung hier sein Amt zur Verfügung stellen musste, heißt der neue Coach Jan Knobel, der in Wülfrath schon verschiedene Mannschaften betreut hat.

Die Vorbereitung der Zweiten gestaltete sich bislang noch recht schleppend und schwierig. Zum einen mussten sich Mannschaft und neuer Trainer erst einmal beschnuppern, zum anderen musste das Team die Abgänge der Stammkräfte in die Erste verarbeiten.

Neu im Kader der Zweitvertretung sind Sharon Gehde sowie die Rückkehrer Franzi Döpper (nach Verletzungspause) und Kerstin Suhre, geborene Weber, nach einer Babypause. Jan Knobel will zudem die A-Jugendlichen Guilia Zatta, Jaqueline Fritz und Malin Wüster einbinden, die den Kader weiter stark verjüngen. Torhüterin Maren Haase, die bereits Oberliga-Luft schnupperte, fällt dagegen aufgrund eines Kreuzbandrisses noch länger aus.

Einzig echter Abgang in der Mannschaft ist Irene Ubejwolk, die es zum Ligakonkurrenten Unitas Haan zog. Chris Burmeister und Anna-Lisa Gindorf laufen jetzt für die Wülfrather Dritte in der Landesliga auf. Zudem hängte Kiki Nitzschmann ihre Handballschuhe an den berühmten Nagel.

Ein erstes Ausrufezeichen setzte die Wülfrather Zweitvertretung in der Vorbereitung, als sie das Turnier in Radevormwald ungeschlagen gewann. Als Saisonziel gibt Jan Knobel aber ganz klar den Verbleib in der Verbandsliga aus: "Mit den vielen Neuen und dem knappen Kader müssen wir uns in Richtung Klassenerhalt orientieren, alles andere wäre zu optimistisch."

(ff)