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TB Wülfrath fiebert dem Start in der Dritten Liga entgegen

Handball : TB Wülfrath fiebert dem Start in der Dritten Liga entgegen

In der Dritten Liga hängen die Trauben für die Wülfrather Handballerinnen hoch. Doch eine gesunde Mischung aus jungen und erfahrenen Kräften soll den Klassenerhalt bringen. Trainer Michael Cisik sieht viel Entwicklungspotential.

Die Handballerinnen des TB Wülfrath gehen in den Endspurt der Saisonvorbereitung. Am 17. Oktober beginnt für den Aufsteiger das Abenteuer Dritte Liga – ausgerechnt mit dem Lokalduell bei Fortuna Düsseldorf. Eine Kuriosität, die der Spielplan in einer Zeit bereit hält, in der die Corona-Pandemie das Leben der Sportler bestimmt. Doch längst hat sich die Mannschaft von Michael Cisik mit der Premieren-Paarung angefreundet. Vielleicht ist es sogar ein leichterer Einstieg in die neue Umgebung, wenn die TBW-Handballerinnen zumindest den Gegner aus dem Effeff kennen.

Nach einer zweiwöchigen Pause ist der Liga-Neuling seit Mitte September wieder fleißig. „Wir haben gut trainiert und sehr viel im taktischen Bereich gearbeitet“, verrät Michael Cisik und betont: „Während der Pause haben sich die Spielerinnen individuell fit gehalten.“ An der notwendigen Kondition sollte es also nicht mangeln. Inzwischen absolvierte das Team auch zwei weitere Testspiele. Wie zum Beispiel gegen den Mitaufsteiger ASC Dortmund. „Das haben wir letztlich mit fünf Toren verloren. Es gab Licht und Schatten, zudem hatten wir personell nicht alle an Bord“, berichtet der TBW-Coach. Am Wochenende folgte die Partie gegen den Königsborner SV. Eine Mannschaft, die zu den etablierten Teams in der Dritten Liga zählt und die in der Staffel Mitte auf Punktejagd geht. Deshalb verwundert es nicht, dass die Wülfratherinnen das Duell mit sieben Toren verloren.

Ergebnisse, die für Michael Cisik nur eine untergeordnete Rolle spielen, zumal an beiden Tagen wichtige Stammkräfte fehlten. „Gegen Königsborn wollten wir Druck erzeugen, haben aber in der zweiten Halbzeit den Faden verloren und sind dann in Rückstand geraten“, sah er zumindest einen Teil seiner Vorgaben erfüllt und betont: „Wir haben uns ja extra diese starken Gegner ausgesucht. Das bringt mehr, als wenn wir Spiele mit 20 Toren gewinnen. Es geht dabei ja gerade ums Testen.“

Überhaupt zieht Cisik Stand jetzt ein positives Fazit der Vorbereitung. „Einige Spielerinnen haben sich ganz gut entwickel“, stellt er fest und erläutert: „Langsam ist ein Stil zu erkennen: Wir wollen individuell in Lücken stoßen, torgefährlich sein und Entscheidungen treffen.“ Zu einer wichtigen Stütze in Angriff und Abwehr entwickelt sich derweil Jasmin Sander. Auch der noch sehr jungen Xhana Djokovic bescheingt der Coach Fortschritte, hängt die Messlatte beim Talent jedoch nicht zu hoch: „Sie hat ebenfalls eine Menge Spielanteile bekommen, braucht aber noch ihre Zeit.“

Cisik blickt optimistisch nach vorne, warnt aber zugleich: „Diese Saison wird unglaublich schwer für uns. Wir brauchen auch Glück, um in der Liga zu bleiben.“