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TB Wülfrath fertigt den SV Straelen mit 31:14 ab

Handball : TB Wülfrath erobert die Tabellenspitze

Durch den Kantersieg über den SV Straelen poliert die Mannschaft von Lars Faßbender ihr Torverhältnis mächtig auf und legt damit die Basis für den ersten Platz in der Regionalliga. Am Samstag kommt jetzt Verfolger 1. FC Köln.

Die Handballerinnen des TB Wülfrath wahren ihren Heimnimbus. In der Fliethe-Halle feierten sie nun einen überaus deutlichen 31:14-Sieg gegen den SV Straelen. Damit setzten sie sich aufgrund des besten Torverhältnisses an die Spitze eines punktgleichen Trios, das die Regionalliga anführt.

Der Start verlief allerdings ganz und gar nicht nach dem Geschmack von Lars Faßbender. Denn sein Team lag nach fünf Minuten mit 0:3 zurück. Als drei Minuten später auch noch Luisa Kieckbusch einen Siebenmeter vergab, war der Frust groß. Erst Simone Fränken brach den Bann, sorgte mit dem 1:3 (9.). für den ersten Wülfrather Treffer. Fortan lief es für die TBW-Handballerinnen zwar besser, doch zunächst rannten sie weiter einem Rückstand hinterher. „Wir haben einfach vergessen, aufs Tor zu werfen“, sagte Faßbender und prangerte damit auch die fehlende Präzision im Abschluss an. Friederike Büngeler schaffte schließlich den Ausgleich zum 7:7. Und dann verwertete Kieckbusch einen Siebenmeter zum 8:7 – die erste Führung für den Drittliga-Absteiger. Paula Stausberg und Simone Fränken erhöhten auf 10:7, ehe Straelen kurz vor der Pause auf 8:10 verkürzte.

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In der Halbzeitansprache lieferte Lars Faßbender eine kompakte Analyse der ersten Halbzeit. „Wir waren zwar dominant, aber das hat sich nicht im Ergebnis niedergeschlagen.“ Wie verwandelt präsentierte sich seine Mannschaft im zweiten Durchgang. „Sie hat eine hervorragende Reaktion gezeigt“, lobte der TBW-Trainer. „Gerade in der Abwehr stand sie jetzt sicher, hat den Zweikampf angenommen und sich auf das Kreisläuferspiel eingestellt.“ Punkte, die sich schnell an der Anzeigetafel widerspiegelten. Gleich nach dem Wiederanpfiff traf Fränken zum 11:8, Kieckbusch erhöhte per Siebenmeter auf 12:8 (32.) und Jule Kürten legte noch das 13:8 (33.) nach. Innerhalb von drei Minuten drehte sich damit das Blatt. Die Gastgeberinnen forcierten das Tempo und setzten sich kontinuierlich weiter ab. Neun Minuten vor dem Ende behaupteten sie bereits einen 25:12-Vorsprung. Nach dem 26:13 (52.) legten die TBW-Handballerinnen noch einen energischen Endspurt hin und zogen bis auf 31:14 davon – auch eine Straelener Auszeit vermochte den Lauf nicht zu unterbinden.

Die zweite Halbzeit entschied das Faßbender-Team mit 21:6 für sich und polierte dadurch sein Torverhältnis enorm auf. Nächsten Samstag erwartet den aktuellen Spitzenreiter jedoch eine ganz andere Herausforderung, denn Verfolger 1. FC Köln gibt seine Visitenkarte in der Fliethe-Halle ab.

Bereits heute Abend sind die TBW-Handballerinnen schon wieder im Einsatz. Im Pokalwettbewerb treten sie beim HC Wermelskirchen an (20.15 Uhr, Am Schwanen). Der Gastgeber steht in der Verbandsliga auf Rang vier, besiegte am Samstag den Oberliga-Absteiger Mettmann-Sport knapp mit 22:20.

„Wir sind klarer Favorit, denn der Gegner spielt zwei Klassen unter uns“, erklärt Lars Faßbender. Der TBW-Trainer kündigt an, erneut im Mannschaftsgefüge zu rotieren – der aktuell gut gefüllte Kader macht es möglich. „Wir wollen die Last auf vielen Schultern verteilen“, betont er. Zugleich zeigt er Respekt vor den Gastgebern. „Das ist in der Verbandsliga die Mannschaft der Stunde – sie hat vier der letzten fünf Begegnungen gewonnen.“ Das Wülfrather Ziel hat Faßbender jedoch klar abgesteckt: „Wir wollen die nächste Runde erreichen und unsere Favoritenrolle erfüllen.“